Die Coronakrise hatte zwar eine Auswirkung auf den Lohn der bestverdienenden Konzernchefs der Schweiz, jedoch war diese gering.
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Schweizer verdienen zwar seit Anfang Jahr mehr, jedoch wächst die Teuerung noch schneller. (Symbolbild) - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Corona hatte keine grosse Auswirkung auf die bestverdienenden Konzernchefs der Schweiz.
  • Die restlichen Geschäftsmitglieder haben 2020 jedoch durchschnittlich weniger verdient.

Die Coronakrise hat sich kaum auf die Höhe der Saläre der bestverdienenden Konzernchefs der Schweiz ausgewirkt. Die Löhne und Boni der übrigen Geschäftsleitungsmitglieder der SLI-Konzerne sind 2020 tendenziell aber gesunken.

Auswertung der SLI-Unternehmen

Von AWP ausgewertet wurden die Angaben jener 25 Unternehmen aus dem Swiss Leader Index (SLI), die bis zum 26. März ihren Geschäftsbericht veröffentlicht haben.

19 Prozent weniger Lohn und Boni bekamen zum Beispiel die Geschäftsleitungsmitglieder von Roche. Bei Julius Bär resultierte ein Minus von 15 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr, bei der Credit Suisse fielen die Saläre zehn Prozent tiefer aus.

Die UBS gilt als grosse Ausnahme

Grosse Ausnahme ist die UBS, die 2020 über 100 Millionen Franken an die 12 Konzernleitungsmitgliedern neben CEO Sergio Ermotti ausschüttete. Damit wurden die Mitglieder der UBS-Exekutive im Schnitt mit über 8,5 Millionen Franken entlohnt. Das ist 14 Prozent mehr als noch im Vorjahr und mit grossem Abstand die höchste Entlöhnung aller Geschäftsleitungsmitgliedern von SLI-Unternehmen.

Damit ist Narasimhan neu auf Platz drei der am bestverdienenden Firmenchefs der Schweiz. Mehr Geld erhalten haben 2020 nur Roche-CEO Severin Schwan mit 14,6 Millionen Franken und Ex-UBS-Chef Sergio Ermotti. Dieser hat trotz Ablösung durch Ralph Hamers Anfang November 2020 13,3 Millionen Franken kassiert.

Einige Firmenchefs mussten im Corona-Jahr 2020 aber auch Einbussen bei ihren Salären hinnehmen, allen voran Swatch-CEO Nick Hayek. Dieser hat mit rund 4,6 Millionen Franken über ein Viertel weniger verdient als noch 2019.

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