Stadt Zürich

Kunsthaus Zürich startet Ausstellungsprojekt zu Alberto Giacometti

Keystone-SDA
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Zürich,

Alberto Giacomettis Hauptwerke aus seiner surrealistischen Periode und seine berühmten Plastiken aus der Zeit nach 1945 – das ist jetzt in zwei Räumen im Chipperfield-Bau der Kunsthauses Zürich zu sehen.

Alberto Giacomettis «L'Objet invisible» (1934/35) ist im Kunsthaus Zürich zu sehen. Die stilisierte Frauenfigur umfasst mit den Händen ein nicht sichtbares Objekt und macht damit das ...
Alberto Giacomettis «L'Objet invisible» (1934/35) ist im Kunsthaus Zürich zu sehen. Die stilisierte Frauenfigur umfasst mit den Händen ein nicht sichtbares Objekt und macht damit das ... - Handout: Alberto Giacometti-Stiftung/Kunsthaus Zürich

Diese Ausstellung dauert bis kommenden Herbst und bildet den Auftakt zu einem grösseren Vorhaben. Ab kommenden Herbst soll die vergleichsweise kleine Ausstellung auf vier Räume erweitert werden. Diese dann umfassende Schau von Alberto Giacomettis Werk wird neu kuratiert und soll von den frühen Arbeiten bis zum Spätwerk das gesamte künstlerische Schaffen zeigen, wie das Kunsthaus Zürich mitteilte.

Der Hintergrund dieses Projekts ist, dass die Sammlung von Giacomettis Werken im Kunsthaus eine neue Heimat bekommt – und zwar im Chipperfield-Bau. Bis anhin waren sie im sogenannten Müller-Bau des Kunsthauses untergebracht. Wie das Kunsthaus selber schreibt, beherberge die Institution «die weltweit bedeutendste museale Sammlung von Werken» des Jahrhundertkünstlers als Dauerleihgabe der Alberto Giacometti-Stiftung.

Die erste, nun beginnende, Auftakt-Ausstellung wartet bereits mit einem Highlight auf: Erstmals zeigt das Kunsthaus einen Bronzeguss des surrealistischen Hauptwerks «L'Objet invisible» (1934/35). Dieser Bronzeguss ist eine neue Leihgabe der Alberto Giacometti-Stiftung und einer privaten Sammlung aus der Schweiz.

Die Plastik zeigt eine stilisierte Frauenfigur, die mit den Händen ein nicht sichtbares Objekt umfasst. Diese Plastik gilt als Schlüsselwerk der Moderne, wie das Kunsthaus schreibt. Dies, weil es das «Unsichtbare und Unbekannte erfahrbar macht».

Die Auftakt-Ausstellung zeigt darüber hinaus aus der Sammlung des Kunsthauses ausgewählte Gemälde von Wegbegleiterinnen und Zeitgenossen Giacomettis.

Alberto Giacometti (1901-1966) zählt zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts und war zudem Maler und Grafiker. Vor allem bekannt ist er für seine stabdünnen Figuren, deren Anatomie undeutlich ist, Kopf und Gesicht sind nur angedeutet. Diese Skulpturen sind in der Nachkriegszeit in Paris entstanden und begründeten das internationale Renommee des Künstlers.

Bei all seiner Weltgewandtheit blieb Alberto Giacometti stets seiner Heimat, dem Bergell und dem Ort seiner Herkunft, dem ehemaligen Stampa – und ganz besonders seiner Familie verbunden.

Für das Kunsthaus Zürich ist Giacometti von besonderer Bedeutung, nicht zuletzt wegen der Dauerleihgaben der Alberto Giacometti-Stiftung, die durch Werke aus der eigenen Sammlung sowie der Kunstfreunde Zürich ergänzt werden. Die Alberto Giacometti-Stiftung wurde 1965 in Zürich gegründet, kurz vor dem Tod des Künstlers am 11. Januar 1966.

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Kommentare

User #5271 (nicht angemeldet)

Kulturelle Aneignung - gebt die schönen Stücke den Bündnern zurück!

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