Die Krebsliga fordert die Sicherstellung von Krebsbehandlungen auch während der Pandemie. Sollte dies aufgrund der steigenden Fallzahlen von Covid-19-Erkrankungen nicht mehr gewährleistet sein, seien von Bund und Kantonen entsprechende Massnahmen zu ergreifen.
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Das begehbare Brustmodell der Krebsliga. - Krebsliga

Das Wichtigste in Kürze

  • «Gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) verzeichnen die Intensivstationen zurzeit wieder eine starke Zunahme an kritisch kranken COVID-19-Patientinnen und -Patienten», schrieb die Krebsliga am Montag in einer Mitteilung.

Die allermeisten dieser Patientinnen und Patienten seien nicht gegen Covid-19 geimpft.

Bereits Ende 2020 gab es laut Krebsliga einzelne Hinweise, dass Behandlungen von Krebsbetroffenen verschoben werden mussten. Da die Impfung das wichtigste Mittel bleibe, um Spitäler vor Überlastung zu schützen, appelliere die Krebsliga an die Schweizer Bevölkerung, sich wenn möglich impfen zu lassen, hiess es.

Die Krebsliga empfiehlt auch Krebsbetroffenen, sich in Rücksprache mit ihrer Onkologin oder ihrem Onkologen gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Studien belegen demnach, dass Krebspatientinnen und -patienten mit einer Coronavirusinfektion schwerere Krankheitsverläufe und eine höhere Sterbewahrscheinlichkeit haben, als die infizierte Kontrollgruppe ohne Krebserkrankung.

Auch Personen, die sich einer immunsuppressiven Therapie unterziehen, können sich gemäss Krebsliga impfen lassen. Allerdings sei es aufgrund der Immunsuppression möglich, dass sie keinen genügenden Immunschutz aufbauen könnten. Es gebe auch Fälle, in denen eine Impfung nicht indiziert sei.

«Deshalb ist es für Krebsbetroffene wichtig, dass nicht nur ihre Angehörigen geimpft sind, sondern auch möglichst viele weitere Personen», schrieb die Krebsliga. Nötig sei auch, dass weiterhin angemessene Schutzmassnahmen eingehalten würden.

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