In weissen Schutzanzügen stürmten am Mittag Klima-Aktivisten das Restaurant Landhaus in Liebefeld BE. Sie wollen klimaneutrales Essen fördern.
Klima-Aktivisten besetzen Landhaus in Liebefeld BE. - zVg
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Dutzend Klima-Aktivisten besetzte heute Mittag das Restaurant Landhaus in Liebefeld.
  • Sie protestieren für nachhaltige und regionale Gastronomie.
  • Ihr Ziel: Ökologische Küche soll nicht nur für Vermögende erschwinglich sein.

Rund ein Dutzend Kilma-Aktivisten stürmt heute Mittag das Restaurant Landhaus in Liebefeld BE. Mit weissen Schutzanzügen und mit Mundschutz vermummt marschieren die Aktivisten ins Innere, schreien «Ganz oder gar nid» und verteilen ihre Flugblätter.

Ein Gast fragt verwundert: «Wurde dies auf klimaneutrales Papier gedruckt?!» Ein Aktivist daraufhin: «Natürlich.»

Nachdem die Aktivisten ihre Flugblätter verteilt haben, gehen sie einen Stock tiefer, ins Restaurant Le Caveau.

Der Hintergrund: Gastgeber Tom Christen eröffnet dieses in etwa einem Monat. Das Konzept: Klimaneutrales Essen für jedermann durch verbesserte Ökobilanz mit wenigen, sinnvollen Transporten und regionalen Produkten.

Landhaus Liebefeld BE
Das Restaurant Landhaus in Liebefeld BE.
Nau
Das Kollektiv besprayte den Parkplatz mit Slogans.
Landhaus Liebefeld BE
Die Flugblätter platzierten sie unter Scheibenwischern der parkierten Autos und im Innern bei des Gästen.
Landhaus Liebefeld BE
Das Kollektiv #ganzodergarnid im Restaurant Le Caveau im Keller des Landhauses in Liebefeld BE.

Doch das stösst dem Kollektiv #ganzodergarnid gehörig auf. Sie halten das Ganze für einen Marketing-Gag. Denn: Ein 5-Gang-Menu kostet satte 150 Franken – die vegane Option 100 Franken. Sie fordern deshalb lokales, nachhaltig zubereitetes Essen, «ökologische Küche nicht nur für Reiche» und «nachhaltige Gastronomie».

«Die Aktion war zwar friedlich», sagt Christen, «doch wir waren voll mit dem Mittagsservice beschäftigt und total überrumpelt.»

Eine Sprecherin vom Kollektiv erklärt: «Wir wollen mit unserer Aktion dafür sorgen, dass solche Angebote nicht nur im kleinen, sondern im grossen Stil gefördert werden.»

Und jetzt? Als Friedensangebot – und weil Christen die Einwände der Aktivisten teilweise nachvollziehen kann – wird er zukünftig auch im Landhaus ein veganes Gericht anbieten und besonder nachhaltige Angebote als solche deklarieren.

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