Kanton Zürich drosselt Zürichsee-Abfluss weiterhin
Wegen der anhaltenden Trockenheit wollen die Behörden den reduzierten Abfluss aus dem Zürichsee beibehalten. Damit sollen auch die Fische in der Limmat geschützt werden.

Der Abfluss in die Limmat bleibt bis auf Weiteres bei 20 Kubikmetern pro Sekunde, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Freitag mitteilte. Der Kanton Zürich und die weiteren betroffenen Kantone entschieden sich nach einer erneuten Lagebeurteilung für diesen Schritt.
Bereits seit Anfang Oktober lassen die Verantwortlichen weniger Seewasser ab, um ein weiteres Absinken des Zürichsees zu verhindern. Weil es auch im vergangenen Monat weniger als üblich geregnet hat, erholte sich der Pegel jedoch kaum. Er liegt aktuell bei knapp 405,30 Metern über Meer.
Im Zentrum des Entscheids steht die beginnende Laichzeit der Forellen. Zwar würde mehr Wasser die Bedingungen für die Fische in der Limmat eigentlich verbessern. Eine allfällige Erhöhung des Abflusses müsste dann aber über eine längere Zeitspanne aufrechterhalten werden können.
Müsste die Wassermenge später wieder gesenkt werden, könnten die Laichplätze trockenfallen und die dortigen Eier absterben. Möglichst konstante Wasserstände seien deshalb aktuell besonders wichtig. Die negativen Folgen für das Ökosystem und die Wasserkraftproduktion in der Limmat bleiben durch die Massnahme jedoch bestehen.
Eine Normalisierung der Lage ist erst vorgesehen, wenn der Seepegel wieder seinen im Wehrreglement vorgesehenen Winterwert von 405,60 bis 405,80 Metern erreicht hat. Grosse Regenmengen sind gemäss den aktuellen Wetterprognosen in den kommenden Wochen jedoch unwahrscheinlich.






