Kanton Freiburg setzt 80 Sumpfschildkröten aus
Der Kanton Freiburg hat am Freitag im Naturschutzgebiet Grande Cariçaie 80 Europäische Sumpfschildkröten ausgesetzt. Die Aktion ist Teil eines bis zum Jahr 2028 laufenden Wiederansiedlungsprogramms für die vom Aussterben bedrohte Tierart.

An der Aktion in Givisiez FR beteiligte sich eine Primarschulklasse aus der Region, wie das kantonale Amt für Wald und Natur mitteilte. Die junge Generation soll so für den Schutz der Biodiversität sensibilisiert werden.
Fünf der freigelassenen Reptilien wurden mit solarbetriebenen GPS-Sendern ausgestattet. Diese Geräte sollen weitere wissenschaftliche Erkenntnisse über das Verhalten und die Lebensraumnutzung der Tiere liefern.
Bereits im Vorjahr waren 70 Sumpfschildkröten in dem Gebiet ausgesetzt worden. Das anschliessende Monitoring zeigte gemäss der Behörde eine gute Anpassungsfähigkeit der Tiere. Eine der überwachten Schildkröten hatte dabei mehrfach eine im Reservat verlaufende Eisenbahnlinie überquert.
Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige einheimische Schildkrötenart der Schweiz und steht auf der Roten Liste der Reptilien. Ihr Schutz wird vom Bund als vorrangig eingestuft.
Das Freiburger Förderprogramm wird in Zusammenarbeit mit dem Kanton Waadt, dem Centre Emys, der Organisation Info Fauna und dem Verein Grande Cariçaie koordiniert. Zudem ist es in eine nationale Initiative eingebunden.
Das Amt für Wald und Natur wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es strengstens verboten ist, Wildtiere eigenmächtig in der Natur auszusetzen. Dies könne schwerwiegende Folgen für die einheimische Tierwelt haben.






