Kambly-Ehepaar trennt sich – Gatte verlässt Firma
Beim traditionsreichen Emmentaler Guetzli-Hersteller Kambly kommt es zu einem Einschnitt an der Spitze: Das Ehepaar Dania und Nils Kambly hat sich getrennt.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Ehepaar Dania und Nils Kambly hat sich getrennt.
- Nils Kambly wird das Unternehmen verlassen, künftig übernimmt Dania Kambly.
- Der Guetzli-Hersteller Kambly gilt als Schweizer Traditionsunternehmen.
Die Trennung des Ehepaars Dania und Nils Kambly führt zur Umstrukturierung an der Spitze des Schweizer Guetzli-Hersteller Kambly.
Das ehemalige Paar wird die Firma aufgrund der privaten Trennung nicht mehr gemeinsam führen. Das teilte das Familienunternehmen am Freitag mit.
Künftig übernimmt Dania Kambly die Führung als Delegierte des Verwaltungsrates. Die Urenkelin des Firmengründers steht seit 2024 dem Verwaltungsrat vor.
Sie gehört der vierten Generation der Unternehmerfamilie an. Ihr Noch-Ehemann Nils Kambly orientiere sich beruflich neu, hiess es weiter.
Paar lernte sich an der ETH kennen
Nils Kambly hatte die operative Leitung des Unternehmens seit 2020 als CEO inne. 2024 wurde er zusätzlich Vizepräsident des Verwaltungsrates. Verwaltungsrat und Familie würdigten in der Mitteilung seine Arbeit und dankten ihm für die «erfolgreiche Weiterentwicklung des Familienunternehmens».

Das Paar galt in der Schweizer Wirtschaftswelt als ungewöhnliches Duo: Die beiden rund 40-Jährigen sind promovierte Physiker und lernten sich während des Studiums an der ETH Lausanne kennen.
Nils Kambly stammt ursprünglich aus Deutschland und nahm nach der Heirat den Namen seiner Frau an. Gemeinsam haben sie zwei Söhne.
Firma wurde 1910 gegründet
Gegründet wurde die Firma 1910 von Oscar Kambly, der die Schreibweise seines Familiennamens einst von «Kambli» zu «Kambly» änderte. Der Name entwickelte sich in den vergangenen über 100 Jahren zu einer der bekanntesten Schweizer Lebensmittelmarken.
Das Unternehmen aus Trubschachen produziert Klassiker wie Bretzeli, Butterfly oder Caprice. Die Firma exportiert ihre Produkte heute in mehr als 50 Länder.
Rund 655 Mitarbeitende erwirtschafteten zuletzt einen Jahresumsatz von rund 211 Millionen Franken – davon 44 Prozent im Ausland.






