Junger Messerstecher steht am 1. Juli in Dielsdorf vor Gericht
Ein Jugendlicher muss sich am 1. Juli wegen eines antisemitischen Angriffs vor Gericht verantworten. Er hatte im März 2024 einen orthodoxen Juden in Zürich mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt.

Der Gerichtsprozess am Bezirksgericht Dielsdorf dauert voraussichtlich einen Tag, wie das Gericht am Montag mitteilte. Auch für das Urteil gibt es bereits einen Termin. Die Urteilseröffnung findet voraussichtlich am 7. Juli statt.
Weil es sich beim Beschuldigten um einen Jugendlichen handelt, ist die Öffentlichkeit grundsätzlich nicht zugelassen. Der Gerichtsprozess findet in Dielsdorf statt, weil der Jugendliche zum Tatzeitpunkt im Unterland lebte.
Der damals 15-Jährige Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf offener Strasse mit einem Messer einen orthodoxen Juden lebensgefährlich verletzt. Er soll sich über das Internet radikalisiert und sich zum «Islamischen Staat» bekannt haben.
Die Jugendanwaltschaft wirft ihm nun mehrfachen versuchten Mord vor. Mehrfach deshalb, weil der Jugendliche vor der Tat auch versucht haben soll, in eine Synagoge einzudringen, um dort Juden zu töten. Weitere Vorwürfe betreffen unter anderem die Unterstützung einer kriminellen Organisation und Aufruf zu Diskriminierung und Hass.
Die Attacke des 15-Jährigen hatte in der Politik bestürzte Reaktionen ausgelöst. Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) forderte die Ausbürgerung des Angreifers.










