Interlaken BE: Das sind die Pläne für den Mystery-Park
Investoren planen offenbar ein Zukunftsdorf im ehemaligen Mystery-Park. Dabei sollen Technologien, Ökologie und Sonderregeln eine Rolle spielen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der ehemalige Mystery-Park wurde von neuen Investoren aufgekauft.
- Dort könnte neben einem Zukunftslabor auch ein Zukunftsdorf entstehen.
Im ehemaligen Mystery-Park bei Interlaken BE ist seit dem Konkurs 2006 nicht mehr viel gelaufen. Nun hat er neue Besitzer und soll mit Investitionen zu einem Zukunftslabor heranwachsen.
Der deutsche Immobilienunternehmer Jürgen Wowra und der Kryptopionier Mihai Alisie haben das Gelände gekauft. Ihr Ziel ist ein Zukunftslabor für neue Technologien mit einem Fokus auf Ökologie.

An Bord holen wollen sie Universitäten, Start-ups und innovative Köpfe. Auf dem Areal sollen Forschung, Wohnen und Arbeiten vereint werden.
Wird eine «New Generation Village» errichtet?
Recherchen vom SRF zeigen, dass die Vorarbeiten für ein besonderes Projekt schon seit Jahren laufen. Der Schweizer Ralph Horat will eine «New Generation Village», ein Zukunftsdorf, auf dem Gelände des Mystery-Parks entstehen lassen.
Dieses soll scheinbar ein modernes und ausgeklügeltes Wohnen ermöglichen. In Vorträgen spricht Horat von Sonderregeln, bei dem neue Geldsysteme und Governance-Modelle erprobt werden sollen.

Für die Planung gab es laut SRF bereits Treffen mit Vertretern des Kanton Berns und auch Machbarkeitsstudien wurden erarbeitet. Horat ist der Geschäftsleiter des neuen Projekts.
Vorbilder für Mystery-Park
Die Vision erinnert an Tech-Utopien, die in den letzten Jahren in den USA entwickelt wurden, wie das SRF erläutert. Diese Projekte haben abgesehen von innovativen Designs noch weitere Punkte gemeinsam.
Sie sollen nicht den Gesetzen von Staaten unterworfen werden und treffen Entscheidungen abseits von üblichen politischen Prozessen. Beispielsweise werden neue Lösungen durch Künstliche Intelligenz gefunden.
Ob Wowra und Alisie Horats Ideen tatsächlich übernehmen, bleibt bisher unklar. Das endgültige Projekt werden in den kommenden Jahren erst noch erarbeitet, sagt Wowra zu SRF.
Die kantonalen und regionalen Behörden bestätigen gegenüber SRF Kontakte zu den Investoren. Nähere Angaben könnten aber nicht gemacht werden.