Insiderhandel: Interventionen und Strafverfahren in der Schweiz

Keystone-SDA
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Obwalden,

In diversen europäischen Ländern wurden eine Intervention wegen Insiderhandels durchgeführt. Betroffen ist auch die Schweiz.

Morges
Bei einer internationalen Aktion sind unter anderem in der Schweiz mehrere Interventionen wegen Insiderhandels durchgeführt worden. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In drei Ländern wurden am Dienstag Interventionen wegen Insiderhandels durchgeführt.
  • Grund ist ein Strafverfahren der Bundesanwaltschaft gegen fünf Personen.
  • Die Aktion fand in der Schweiz, Deutschland und Grossbritannien statt.

Bei einer internationalen Aktion sind unter anderem in der Schweiz mehrere Interventionen wegen Insiderhandels durchgeführt worden. Die Hausdurchsuchungen fanden im Rahmen von Strafverfahren der Bundesanwaltschaft gegen fünf Personen statt.

Dabei handelt es sich um fünf Mitarbeiter eines international tätigen Schweizer IT-Unternehmens. Die Personen würden verdächtigt, vertrauliche und kurserhebliche Informationen zu einem börsenkotierten und international tätigen, schweizerischen Unternehmen ausgenutzt zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft (BA) am Mittwoch mit.

Die Interventionen wegen Ausnützens von Insiderinformationen hätten am Dienstag in der Schweiz, Deutschland und in Grossbritannien stattgefunden.

Es geht um grosse Aktienpakete

Wie die Bundesanwaltschaft und die EU-Agentur für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) am Mittwoch mitteilten, werden die fünf Beschuldigten verdächtigt, grosse Aktienpakete auf Grundlage vertraulicher Informationen verkauft zu haben, bevor ihr Unternehmen zwei vorbörsliche Pressemitteilungen veröffentlichte.

Diese Veröffentlichungen hätten sich negativ auf den Aktienkurs ausgewirkt. Dadurch hätten die fünf Verdächtigen möglicherweise finanzielle Verluste von bis zu 2,49 Millionen Franken vermieden.

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Die fünf Personen hätten zum Tatzeitpunkt im Jahr 2024 respektive zuvor mutmasslich leitende Positionen bei der betroffenen Firma innegehabt. Dabei handle es sich um ein an der Schweizer Börse kotiertes IT-Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz. Dieses selber sei von den Vorwürfen nicht betroffen.

Ermittler stellen Informationen sicher

Gemäss Bundesanwaltschaft fanden die Aktionen am Dienstag im Rahmen ihrer Strafverfahren gegen die fünf Personen statt. Die BA habe entsprechende Rechtshilfeersuchen gestellt und Eurojust habe die Interventionen koordiniert.

Weil sich die Arbeits- und Wohnorte der fünf Beschuldigten in der Schweiz, Deutschland und Grossbritannien befinden, hätten die Justizbehörden der drei Länder ihre Informationen ausgetauscht und dann am Dienstag zugeschlagen. Dabei seien mehrere private Residenzen und Firmenbüros durchsucht und wichtige Informationen sichergestellt worden.

In der Schweiz seien die Durchsuchungen vom Bundesamt für Polizei (Fedpol) durchgeführt worden, in Deutschland von den Kriminalpolizeien Leipzig und München und in Grossbritannien von der Sussex Police. Die Untersuchungen würden fortgeführt.

Kommentare

User #1350 (nicht angemeldet)

Wollen wir einmal hoffen, dass die Schweizer Justiz in diesem Fall nicht überfordert ist.

User #1771 (nicht angemeldet)

Die Bundesbeamten wurden nie untersucht, die Moderna und & riesige Aufträge aufgegeben haben. Dabei hätte es Anhaltuspunkte gegeben gemäss Presse.

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