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    Impfprämie in ersten Schweizer Unternehmen eingeführt

    Mitarbeitende der Utz-Gruppe in Bremgarten AG erhalten nun 200 Franken Impfprämie. Dazu kommen weitere Anreize sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

    Coronavirus
    Eine Impfung. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach Swiss Casinos führt auch die Utz-Gruppe aus Bremgarten AG eine Impfprämie ein.
    • Angestellte erhalten 200 Franken, wenn sie sich vor dem 20. September impfen lassen.
    • Die Schweizer Firma will zudem bei Quarantäne nicht mehr den vollen Lohn auszahlen.

    Erst letzte Woche hat Swiss Casinos angekündigt, dass Angestellte 200 Franken erhalten sollen, wenn sie sich impfen lassen. Nun führt auch die Utz-Gruppe in Bremgarten AG eine solche Impfprämie für eine erste Impfung vor dem 20. September ein. Dies ist der «Sonntagszeitung» zu entnehmen, die sich auf ein internes Schreiben stützt.

    Damit geht der Hersteller von Transportbehältern einen Schritt weiter als andere Schweizer Firmen, die etwa eine Zertifikatspflicht erwägen. Gemäss der Zeitung sei eine hohe Impfquote sehr wichtig für den Betrieb. «Dies schützt unsere Mitarbeitenden vor einer Ansteckung und hält die Produktion am Laufen», hiesse es in der Mitteilung.

    Impfprämie
    Coronaimpfung und -zertifikat. - Keystone

    Neben der Prämie gibt es daher noch weitere Anreize, die die Angestellten zu einer Impfung bewegen sollen. So werde bei einer Quarantäne nicht mehr der volle Lohn vergütet, sondern wie vor der Pandemie die vorgeschriebenen 80 Prozent. Auch bei Krankheit würden die 250 Mitarbeitenden nur noch die vertraglich vereinbarten 90 Prozent des Lohns erhalten.

    Impfprämie ist kein Impfzwang

    Ein Impfzwang herrsche aber bei weitem nicht, wie Carsten Diekmann, Schweiz-Chef der Utz-Gruppe erklärt: «Wenn sich jemand aufgrund seiner Gesundheit oder seiner Überzeugung nicht impfen lassen will, akzeptieren wir das. Alle sollen frei entscheiden.»

    So geschehen die neuen Massnahmen hauptsächlich aus finanziellen Gründen. Eine gute Impfquote im Unternehmen würde die Wahrscheinlichkeit verringern, dass grosse Teile einer Abteilung erkranken. Zudem meint Diekmann: «Wir müssen unseren Beitrag dazu leisten, dass unsere Gesellschaft einen Weg findet aus dieser Pandemie.»

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