Immer mehr Passagiere beschimpfen Flug-Personal

    Simon Huber
    Simon Huber

    Zürich,

    Aufmüpfige Flugpassagiere werden immer mehr zum Problem für das Personal. Bei der Swiss gibt es jetzt Extra-Trainings.

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    In jedem Flugzeug befinden sich Sicherheitsinstruktionen, trotzdem halten sich nicht alle daran. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Zahl der Vorfälle von pöbelnden Flugpassagieren nimmt zu.
    • Meike Fuhlrott, Swiss-Mediensprecherin, äussert sich zu den «Unruly Passengers».
    • In Trainings lerne das Personal der Schweizer Airline den Umgang mit aufmüpfigen Personen.

    Sogenannte «Unruly Passengers» werden immer mehr zum Problem für Airlines. Der Begriff steht für Passagiere, die sich nicht an die auf einem Flug geltenden Regeln halten.

    Der Internationale Airline-Dachverband (Iata) präsentiert in einem Bericht die Zahlen der Vorfälle. Diese nehmen stark zu.

    Gemäss dem Iata-Bericht ereignete sich im Jahr 2022 alle 568 Flüge ein solcher Vorfall. Im Jahr zuvor war es lediglich auf einem von 835 Flügen der Fall. 2017 waren es sogar fast halb so viele – nur alle 1035 Flüge ein Vorfall.

    flugpersonal
    Immer häufiger wird das Flugpersonal von pöbelnden Passagieren gefordert. - keystone

    Bei der Airline Swiss hingegen ging die Zahl der renitenten Passagiere seit 2022 zurück. Das sagt Sprecherin Meike Fuhlrott auf Anfrage. Grund dafür sei die Aufhebung der Covid-19-Schutzmassnahmen.

    Situationen sollen deeskaliert werden

    Die Missachtung von Sicherheitsregeln, Alkohol- und Drogenkonsum gehören aber weiterhin zu den Hauptgründen von aufmüpfigem Verhalten.

    Haben Sie auch schonmal pöbelnde Flugpassagiere erlebt?

    Aber auch «verbale Beschimpfungen des Kabinen- und Bodenpersonals» stellen immer noch ein Problem dar. «In diesen Bereichen haben wir weiterhin eine Zunahme von Fällen im Verhältnis zu den transportierten Passagieren festgestellt», meint Fuhlrott weiter.

    Was tun, wenn ein Passagier ausfällig wird? Das Swiss-Personal werde regelmässig in Trainings zu diesem Thema geschult. «Auffällige Passagiere sollen bereits am Boden identifiziert werden», heisst es. Situationen sollen im Einzelfall beurteilt und deeskaliert werden.

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