Im Jahr 2021 stellte der Schweizer Zoll 9421 illegale Arzneimittelimporte sicher. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme um 40 Prozent.
Ein Zollbeamter mit einem Päckchen mit falschen Viagra. (Archivbild)
Ein Zollbeamter mit einem Päckchen mit falschen Viagra. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA

Das Wichtigste in Kürze

  • Im vergangenen Jahr wurden 40 Prozent mehr illegale Arzneimittelimporte sichergestellt.
  • Bei 75 Prozent der Ware handelt es sich um Potenzmittel.
  • Auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden unerlaubte Arzneimittel bestellt.

Im letzten Jahr sind am Zoll 9421 illegale Arzneimittelimporte sichergestellt worden. Das sind 40 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei Dreiviertel der beschlagnahmten Ware handelte es sich um Potenzmittel. Und bei jedem zweiten Präparat war nicht drin, was draufstand.

Auch in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bestellten Schweizerinnen und Schweizer unerlaubte Arzneimittel in die Schweiz, wie die Arzneimittelbehörde Swissmedic am Montag mitteilte.

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Swissmedic ist die Schweizer Aufsichtsbehörde für Arzneimittel und Medizinprodukte. - Keystone

Jedoch wurden «nur» 150 Sendungen beschlagnahmt, unter anderem mit dem Wurmmittel Ivermectin, das in der Schweiz nur für Tiere zugelassen ist. Auch Arzneimittel mit Hydroxychloroquin oder Antibiotika aus Indien waren darunter.

Neu steht Polen an der Spitze der Herkunftsländer: 35 Prozent der illegalen Produkte wurden aus dem osteuropäischen Land eingeführt. In den Sendungen befanden sich jedoch Potenzmittel aus Indien. Swissmedic geht davon aus, dass nach einer internationalen Aktion gegen den Transitweg via Singapur neue Vertriebskanäle aufgebaut wurden.

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