Wasser

    Im Kanton Schwyz schaffen Älpler Wasser ins Sömmerungsgebiet

    Keystone-SDA
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    Schwyz,

    Die Trockenheit macht vielen Alpen zu schaffen. Etliche können nur dank Wassertransporten aus dem Tal einen vorzeitigen Alpabzug hinauszögern. Dazu gehört auch das Alpgebiet Chäseren in Oberiberg im Kanton Schwyz.

    Wassertank
    Erich Marty vom Alpgebiet Kaesern in der Gemeinde Oberiberg SZ ist mit seinem aufgefüllten Wassertank von seinem Hof in Unteriberg auf der Alp in Oberiberg angekommen. - keystone

    Allein im Kanton Schwyz gibt es über 420 Alpbetriebe mit rund 15'000 Kühen, Rindern und Kälbern. Der Kanton machte diese Woche auf die sich zuspitzende Lage in den Sömmerungsgebieten aufmerksam. Bereits mussten wegen Futtermangels vorzeitig Alpen verlassen werden.

    Die Trockenheit spürt auch das Alpgebiet Chäseren mit ihren Milchkühen, Mütterkühen und dem Jungvieh. Der geringe Schneefall im Winter und das heisse und trockene Wetter im Sommer führen dazu, dass die Quellen kaum noch Wasser führen.

    Bereits mehrere Male mussten die Bewirtschafter mit Traktoren in einer rund 30 Minuten langen Fahrt Wasser vom Tal auf die Alp bringen, so auch am Freitag. Auf der Alp wird der Tank direkt an die Leitungen, welche die Tränken für die Tiere speisen, angeschlossen.

    Zeit und Geld

    Für die Bewirtschafter der Alp bringen die Wassertransporte einen zeitlichen Mehraufwand, aber auch Mehrkosten, etwa für den Treibstoff. Etwas Entlastung bringen können kurze Regenfälle oder Tau, der sich in den kühlen Nächten bildet.

    Hält die Witterung an, muss das Alpgebiet Chäseren trotz der Wassertransporte in etwa drei Wochen – und damit etwa drei bis vier Wochen früher als geplant – die Tiere ins Tal bringen. Grund dafür ist, dass das Gras wegen der Trockenheit nicht mehr wächst.

    Ziel ist es nach Angaben des Kantons Schwyz, das Vieh dem Tierwohl entsprechend möglichst lange auf den Alpen zu halten. Damit können die Futterreserven der Talbetriebe geschont werden.

    Die Trockenheit betrifft auch Alpen in anderen Regionen. Im Kanton Freiburg versorgt etwa der Zivilschutz seit mehreren Tagen Alpen mit Wasser. Auch die Armee kam zum Einsatz.

    Kommentare

    User #5362 (nicht angemeldet)

    Wie wäre es sonst, wenn die SVP ihren Fokus lokal auf das Ybrigtal beschränkte und nationale, internationale sowie wirtschaftliche Themen echten Politikern überlassen?

    User #6439 (nicht angemeldet)

    Der elende Zustand der Bauern ist ein Versäumnis der Bauernpartei SVP.

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