Hunderte Personen gedenken in St. Gallen Opfern von Crans-Montana

Am nationalen Gedenktag für die Opfer der Brandkatastrophe im Walliser Ferienort Crans-Montana haben sich am Freitagnachmittag auf dem Klosterplatz in St. Gallen mehrere hundert Personen eingefunden. Schweigend und betend bekundeten sie ihre Solidarität.

Am nationalen Gedenktag für die Opfer der Brandkatastrophe versammelten sich am Freitag auf dem Klosterhof in St. Gallen mehrere hundert Personen.
Am nationalen Gedenktag für die Opfer der Brandkatastrophe versammelten sich am Freitag auf dem Klosterhof in St. Gallen mehrere hundert Personen. - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

«Wir stehen zusammen, verbinden uns», sagten der St. Galler Bischof Beat Grögli und die evangelische Pfarrerin Kathrin Bolt kurz vor 14 Uhr mitten auf dem Klosterplatz in St. Gallen. «Im Schweigen und im Hoffen.» Das gelte auch für jene, die denken, eine Schuld auf sich geladen zu haben.

Hinter der Pfarrerin und dem Bischof wehten die Schweizer- und die St. Galler-Fahnen mit einem Trauerflor am Regierungsgebäude des Kantons. Bunte Ballone stiegen in die Luft. Kurz zuvor waren vom Bahnhof her Zugpfeifen zu hören. Damit bekundeten Lokführerinnen und Lokführer ihr Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe.

Nach den Stundenschlägen der Kathedrale am Klosterhof begleiteten die Schläge einer einzelnen Kirchenglocke die stillen Gebete der Anwesenden. Danach herrschte für einen Moment absolute Stille.

Auf dem Klosterplatz versammelten sich nebst Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auch dutzende uniformierte Angehörige des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und der Polizei. In der benachbarten Schutzengel-Kapelle legten zahlreiche Personen in andächtiger Stille Kerzen auf einem Kreuz nieder.

In den Ostschweizer Kantonen gedachten sämtliche Regierungen in den sozialen Medien an die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana. Man teile den Schmerz, der über die Kantonsgrenzen hinaus in der ganzen Schweiz eine tiefe Wunde hinterlässt, teilte der Kanton St. Gallen auf Instagram mit. «Dass dieses Unglück viele junge Menschen mitten aus dem Leben gerissen hat, trifft uns zutiefst.»

Auf dem Regierungsgebäude des Kantons Thurgau in Frauenfeld weht die Fahne auf halbmast. Der Regierungsrat spreche «den Opfern und Angehörigen seine aufrichtige Anteilnahme aus und dankt den Einsatz- sowie Pflegekräften, die unter schwierigen Bedingungen Ausserordentliches leisten», schrieb der Kanton auf Facebook.

Die Fahnen des Kantons Appenzell Innerrhoden am Rathaus und der Staatskanzlei in Appenzell wurden nach der Brandkatastrophe mit schwarzen Trauerschleifen versehen. «Der Kanton Appenzell Innerrhoden steht in dieser schweren Zeit solidarisch an der Seite des Kantons Wallis», hiess es auf Instagram.

Auf derselben Plattform drückte auch die Regierung des Kantons Appenzell Ausserrhoden ihre Verbundenheit aus. «In dieser schweren Zeit sind wir in Gedanken bei euch.»

Am nationalen Trauertag vom Freitag läuteten um 14 Uhr auch die Glocken der Kirchen im Fürstentum Liechtenstein. Das Erzbistum Vaduz schrieb auf seiner Webseite, dass man sich dem Gedenken anschliesse und so seine Solidarität mit den Hinterbliebenen und allen Trauernden zum Ausdruck bringe.

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