Hunderte buchen wegen Quarantänepflicht Rückflug von Balearen um

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    Bern,

    Die spanischen Mittelmeerinseln stehen ab Donnerstag auf der Liste der Corona-Risikoländer. Hunderte Schweizer entscheiden sich für einen Rückflug am Mittwoch.

    Schnell nach Hause: Reisende auf dem Flughafen von Palma de Mallorca. Mehrere hundert Schweizer Touristen wollen mit einer vorzeitigen Heimreise die Quarantäne umschiffen, die ab Donnerstag gilt. (Themenbild)
    Schnell nach Hause: Reisende auf dem Flughafen von Palma de Mallorca. Mehrere hundert Schweizer Touristen wollen mit einer vorzeitigen Heimreise die Quarantäne umschiffen, die ab Donnerstag gilt. (Themenbild) - sda - KEYSTONE/EPA/CATI CLADERA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ab Donnerstag stehen die Balearen auf der Liste der Corona-Risikoländer.
    • Hunderte Schweizer Touristen beenden ihre Ferien am Mittwoch frühzeitig.
    • Reisebüros beschweren sich über die kurze Reaktionszeit.

    Hunderte Schweizer Touristen auf den Balearen haben vorzeitig ihre Rückreise gebucht. Sie wollen damit die Quarantäne vermeiden. Die spanischen Ferieninseln im Mittelmeer stehen ab Donnerstag auf der Liste der Corona-Risikoländer. Die Fluggesellschaft Swiss holt am Mittwoch über 300 Touristen aus Palma de Mallorca zurück.

    Dafür setzt sie ein grösseres Flugzeug als ursprünglich geplant ein. Die Maschine des Typs Boeing 777 mit 340 Sitzplätzen sei praktisch ausgebucht. Der Flug war für Mittwochnachmittag vorgesehen. Ursprünglich war eine Airbus A321 mit 219 Sitzplätzen eingeplant, wie es bei der Medienstelle auf Anfrage von Keystone-SDA hiess.

    Kostenloses Umbuchen möglich

    Die Swiss werde die Entwicklung der Nachfrage in den nächsten Tagen genau beobachten und allenfalls die Kapazitäten weiter anpassen. Kunden hätten die Möglichkeit, Flugtickets einmalig kostenlos umzubuchen. Wenn der ursprüngliche Tarif nicht mehr verfügbar sei, könne es jedoch zu einem Preisunterschied kommen, so Mediensprecherin Maike Fuhlrott.

    Hotelplan hat gemäss Angaben der Medienstelle derzeit mehrere 100 Gäste auf den Balearen in den Ferien. Man könne allen Kunden, die früher zurückreisen möchten, eine Lösung anbieten. Zudem seien kostenlose Umbuchungen möglich. Kunden, die ihre Reise annullieren wollten, würden die Reisekosten vollumfänglich zurückerstattet, sofern es sich um eine Pauschalreise handle.

    Balearen besonders auffällig

    Auch Tui hat rund 100 Gäste auf den Balearen. Einzelne hätten bereits selber umgebucht, sagte Mediensprecherin Milica Vujcic auf Anfrage. Die Resonanz auf die neue Situation sei aber auf den Balearen am auffälligsten.

    tui reisecenter
    Auch bei dem Reiseveranstalter Tui melden sich Schweizer Touristen für eine frühzeitige Rückkehr. - Keystone

    Je nach Verfügbarkeit von Plätzen auf Flügen in die Schweiz würden am Mittwoch vorzeitige Rückkehrwünsche erfüllt. Wer demnächst auf die Balearen habe abreisen wollen, der könne die Ferien zeitlich oder auf eine andere Destination umbuchen. Die kurze Reaktionsfrist sei für die Kunden umständlich, sagte Vujcic. Wenn man innerhalb von 24 Stunden reagieren müsse, sei das «nicht sehr kundenorientiert».

    Kuoni «nicht sehr glücklich»

    Auch bei Kuoni (DER Touristik Schweiz) gibt es laut Mediensprecher Markus Flick Umbuchungen. Man sei im Kontakt mit den Kunden vor Ort und prüfe Möglichkeiten einer vorzeitigen Rückreise. Informiert würden auch Kunden, die demnächst hätten auf die Balearen reisen wollen. Diese könnten ihre Reisen absagen oder umbuchen.

    «Nicht sehr glücklich» zeigte sich auch der Kuoni-Sprecher über die sehr kurze Vorlaufzeit von Bekanntgabe bis Inkrafttreten der neuen Risikoliste. Da wünsche man sich von Seiten der Reiseveranstalter mehr Luft, um rechtzeitig reagieren zu können.

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