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    Hochwasserschutz-Massnahmen im Juli haben sich laut Bafu bewährt

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    Bern,

    Die Hochwasserschutz-Massnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden während der starken Niederschläge im Juli haben sich nach Einschätzung des Bafu bewährt.

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    Aufgrund der heftigen Regenfaelle ist der Zuerichsee beim Bellevue ueber die Ufer getreten, aufgenommen am Freitag, 16. Juli 2021. (KEYSTONE/Alexandra Wey) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweiz hat die starken Unwetter im Juli gut gemeistert, findet das Bafu.
    • Die Hochwasserschutz-Massnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden hätten funktioniert.
    • Im Vergleich zum Hochwasser 2005 seien wesentlich weniger Schäden zu beklagen.

    Es seien keine Opfer zu beklagen, und trotz Überschwemmungen hielten sich die Hochwasserschäden nach ersten Einschätzungen in Grenzen.

    Bund zufrieden

    Dank vorsorglichen Massnahmen zum Hochwasserschutz von Bund, Kantonen und Gemeinden hätten grössere Überschwemmungen vermieden werden können, schreibt das Bafu in einer Mitteilung vom Freitag.

    Die lokalen Einsatzkräfte hätten sich aufgrund der Prognosen und Warnungen frühzeitig vorbereitet, und die Bevölkerung sei über verschiedene Kanäle laufend informiert worden.

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    Der «Beaver» hatte im Juli viel Einsatzzeit, wie hier am Rhein. - keystone - Community

    Heftige Gewitter und Hagelzüge begleiteten nach Angaben des Bafu im Juli intensive Regenfälle. So habe der Monat an zahlreichen Messstationen von Meteoschweiz zu den fünf niederschlagsreichsten seit Messbeginn gezählt. Während des Hauptereignisses vom 12. bis 15. Juli wurden demnach fast in der ganzen Schweiz Niederschlagssummen von mehr als 100 Millimeter verzeichnet, am Alpennordhang und im Tessin verbreitet sogar über 150 Millimeter.

    Gleiche Regenmenge wie 2005, aber viel weniger Schäden

    Das ist laut Bafu die Niederschlagsmenge, die für gewöhnlich innerhalb des ganzen Monats Juli fällt. Die Niederschläge seien nach dem feuchten Juni auf ein bereits gefülltes hydrologisches System gefallen und hätten die Gewässer rasch weiter anschwellen lassen. Dies habe verbreitet zu Hochwasser und Überschwemmungen geführt.

    Der Schaden des Hochwassers belief sich auf über 250 Millionen Franken.
    Der Schaden des Hochwassers belief sich auf über 250 Millionen Franken. - Keystone

    Die Schlussfolgerungen des Bafu: Beim Hochwasser vom Juli dieses Jahres fielen insgesamt vergleichbare Regenmengen auf eine ähnlich grosse Fläche, wie im grossen August-Hochwasser von 2005. Damals gab es sechs Todesopfer und Schäden von rund vier Milliarden Franken. Es fielen verbreitet über 200 Millimeter Niederschlag in 72 Stunden am Alpennordhang.

    Dauerbrenner Hochwasserschutz

    Der Niederschlag im Juli war jedoch über einen längeren Zeitraum verteilt. Deshalb führte er zwar insgesamt zu einem höheren Abflussvolumen, jedoch zu tieferen Maximalpegeln in den einzelnen Flüssen, als beim Hochwasser von 2005. Nur an wenigen Messstationen wurden die Höchstwerte von 2005 übertroffen wie an der Reuss in Luzern.

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    Die Reuss übertraf ihre Höchstwerte von 2005 in diesem Juli deutlich. - Twitter/@danivumalvier

    Die Ereignisse im Juli 2021 hätten gezeigt, so das Bafu, wie wichtig Massnahmen zum Hochwasserschutz seien. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels, aber auch in Bezug auf die Nutzung der Siedlungsfläche müsse der Schutz vor Hochwasser und anderen Naturgefahren kontinuierlich an neue Rahmenbedingungen angepasst werden. Er sei deshalb eine Daueraufgabe.

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