Hitze in Zug: So schützen sich ältere Menschen richtig
Sommerhitze kann für ältere Menschen besonders belastend sein. Einfache Massnahmen helfen, Kreislauf und Körper zu schützen.

Wenn das Thermometer über längere Zeit deutlich steigt, kann die Hitze für den Körper zur Herausforderung werden. Besonders ältere Menschen reagieren häufig empfindlicher auf hohe Temperaturen. Kreislauf, Herz und Flüssigkeitshaushalt können stärker beansprucht werden.
Pro Senectute Kanton Zug sensibilisiert deshalb für die gesundheitlichen Risiken von Hitzetagen. Die Organisation empfiehlt einige einfache Grundregeln, mit denen sich ältere Menschen im Alltag schützen können. Denn oftmals sind es kleine Veränderungen, die bereits einen grossen Unterschied machen.
Die heisseste Zeit des Tages meiden
Bei grosser Hitze gilt vor allem eines: den Körper nicht zusätzlich belasten. Anstrengende körperliche Aktivitäten sollten möglichst auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verschoben werden. Wer einen Spaziergang machen, einkaufen oder Gartenarbeiten erledigen möchte, sollte die heisseste Tageszeit möglichst meiden.

Auch beim Aufenthalt im Freien lohnt es sich, auf die Umgebung zu achten. Schattige Plätze sind sonnigen Standorten vorzuziehen. Ein Spaziergang unter Bäumen kann angenehmer sein als eine längere Strecke in der prallen Sonne.
Wer sich zu Hause aufhält, sollte darauf achten, dass die Wohnung möglichst kühl bleibt. Manchmal braucht es gar keine komplizierten Massnahmen, um dem Körper etwas Erleichterung zu verschaffen.
Eine lauwarme oder kühle Dusche kann angenehm sein. Auch ein Fussbad kann helfen, sich abzukühlen.
Trinken, bevor der Durst kommt
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Flüssigkeitszufuhr. Bei hohen Temperaturen verliert der Körper mehr Flüssigkeit als gewöhnlich – unter anderem durch Schwitzen. Deshalb sollte regelmässig getrunken werden.
An heissen Tagen sollte man mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag zu trinken. Am besten steht ein Glas oder eine Flasche Wasser griffbereit und wird über den Tag verteilt regelmässig aufgefüllt. Gerade bei älteren Menschen kann das Durstgefühl weniger ausgeprägt sein.
Deshalb sollte nicht erst dann getrunken werden, wenn bereits ein starkes Durstgefühl vorhanden ist. Ein einfacher Trinkplan kann helfen: beispielsweise morgens nach dem Aufstehen, zu den Mahlzeiten und zwischendurch immer wieder ein Glas Wasser. Auch ungesüsster Tee oder andere geeignete alkoholfreie Getränke können zur Flüssigkeitsversorgung beitragen.
Alkohol hingegen belastet den Körper zusätzlich. Auch beim Essen kann der Sommer eine Gelegenheit sein, den Körper zu entlasten. Leichte Mahlzeiten wie Salate, Gemüse, Früchte oder andere gut verträgliche Speisen sind bei hohen Temperaturen angenehm.
Medikamente bei Hitze im Blick behalten
Besondere Aufmerksamkeit ist bei Menschen gefragt, die regelmässig Medikamente einnehmen. Hohe Temperaturen können bei einzelnen Medikamenten die Wirkung oder Verträglichkeit beeinflussen.
Deshalb sollten Medikamente nicht eigenmächtig abgesetzt oder in ihrer Dosierung verändert werden. Bei Unsicherheiten oder Beschwerden empfiehlt es sich, die Situation mit einer Fachperson zu besprechen.

Gerade bei längeren Hitzeperioden lohnt es sich, die eigene gesundheitliche Situation frühzeitig zu berücksichtigen. Menschen mit bestehenden gesundheitlichen Problemen sollten besonders aufmerksam auf Veränderungen ihres Befindens achten.
Aufeinander achten
Hitze ist nicht nur eine persönliche Herausforderung. Gerade bei älteren Menschen, die alleine leben, kann es hilfreich sein, wenn Angehörige, Nachbarn oder Bekannte während längerer Hitzeperioden regelmässig nach dem Rechten sehen. Ein kurzer Anruf oder ein Besuch kann bereits viel bewirken.
Dabei lässt sich auch überprüfen, ob genügend getrunken wird, ob die Wohnung angenehm kühl ist oder ob Unterstützung beim Einkaufen oder bei anderen täglichen Aufgaben benötigt wird.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.








