Hantavirus: Crew-Mitglied muss im Kanton Aargau in Quarantäne

Redaktion
Redaktion

Aarau,

Drei Tote nach Hantavirus-Ausbruch auf der Hondius – nun ist ein Crewmitglied im Kanton Aargau in Quarantäne.

hondius
Das niederländische Kreuzfahrtschiff MV Hondius an einem Liegeplatz im Hafen von Rotterdam, Niederlande, am 19. Mai 2026. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius gab es einen Hantavirus-Ausbruch – drei Personen starben.
  • Ein Crewmitglied aus dem Kanton Aargau wird im Kantonsspital Aarau AG erneut getestet.
  • Aktuell hat er keine Symptome, muss aber 42 Tage in Quarantäne bleiben und wird überwacht.

Auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius kam es im April zu einem Ausbruch des Hantavirus. Infolgedessen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher elf Fälle verzeichnet. Drei Personen sind verstorben.

Die Crewmitglieder des Schiffs wurden in die Niederlande gebracht, wo sie ihre Quarantäne angetreten haben. Die Stiftung Schweizerische Rettungsflugwacht Rega hat am Dienstag, 19. Mai 2026, ein im Kanton Aargau wohnhaftes Crewmitglied repatriiert.

Der Mann wurde in den Niederlanden negativ auf das Hantavirus getestet und weist derzeit keine Symptome auf. Er gilt als Kontaktperson und wird derzeit in der Kantonsspital Aarau AG (KSA) untersucht und erneut getestet. Das teilt das Departement für Gesundheit und Soziales mit.

hondius
Das Kreuzfahrtschiff «Hondius» läuft in den Hafen von Rotterdam ein. - keystone

Die Rega hat das Crewmitglied von den Niederlanden in die Schweiz geflogen. Anschliessend hat Schutz und Rettung Zürich den Mann mit medizinischer Begleitung der Rega-Crew ins KSA transpor tiert.

42 Tage in Quarantäne

Er bleibt im KSA, bis das Testergebnis betreffend Hantavirus vorliegt. Wenn die Person asymp tomatisch bleibt und der Test negativ ausfällt, wird sie nach Hause in die Quarantäne entlassen. Die Kantonsärztin ordnet eine 42-tägige Quarantäne ab dem letzten möglichen Kontakt an.

Sind die Schutzmassnahmen beim Hantavirus angemessen?

Kantonsärztin Dr. med. Claudine Mathieu Thiébaud hat nach Absprache mit den Infektionsärzten PD Dr. med. Christoph Fux (KSA), Dr. med. Andrée Friedl und Dr. med. Benedikt Wiggli (beide Kantonsspital Baden AG) die weitere Gesundheitsüberwachung basierend auf den Empfehlungen der WHO festgelegt.

Konstante Überwachung

Dazu gehören die tägliche Symptom- und Temperaturüberwachung sowie die regelmässige Selbsttestung. Das KSA steht täglich mit dem Patienten telefonisch in Kontakt und wird ihn regelmässig zur Labortestung aufbieten. Der Mann darf sein Zuhause für Spaziergänge verlassen, muss dabei jedoch eine FFP2-Maske tragen.

Sollten während der Quarantäne Symptome auftreten, ist eine Verlegung in ein Universitätsspital vereinbart.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2416 (nicht angemeldet)

lächerlich...

User #4101 (nicht angemeldet)

Sind die anderen 3 Personen in der Schweiz noch in Quarantäne bzw Biocontainment? Schon lange kein Update dazu mehr gehört.

Weiterlesen

sdf
795 Interaktionen
Droht Pandemie?
Hondius
12 Interaktionen
Desinfiziert
5 Interaktionen
Rotterdam

MEHR AUS AARAU

Unterentfelden
Unterentfelden
Unterentfelden
Kölliken
Brunello GC
66 Interaktionen
0:0-Hinspiel gegen GC