Gletscher wird nach Schweizer Glaziologen Konrad Steffen benannt

    Keystone-SDA
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    Beamte haben Konrad Steffen, einem prominenten Schweizer Glaziologen, der 2020 in Grönland starb, Tribut gezollt, indem sie einen Gletscher nach ihm benannten.

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    Konrad Steffen war Direktor der WSL. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Schweizer Konrad Steffen stürzte im August 2020 in eine Gletscherspalte in Grönland.
    • Zu ehern des Forschers wird nun eine Gletscher nach ihm benannt.
    • Der Eisberg wird offiziell «Sermeq Konrad Steffen» heissen.

    Konrad Steffen, dem ehemaligen Direktor des Forschungsinstituts WSL, kommt eine besondere Ehre zuteil: Im Norden Grönlands erhält ein mariner Endgletscher seinen Namen. Im Sommer 2020 verunfallte Steffen bei der Feldarbeit in Grönland tödlich.

    Das grönländische Komitee für Ortsnamen benannte drei Gletscher nach verstorbenen Glaziologen. Sie verbrachten «den Grossteil ihres Lebens damit, Wissen über grönländische Gletscher und deren Dynamik zusammenzutragen». Dies teilt die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) am Montag auf ihrer Webseite mit.

    Konrad Steffen
    Konrad Steffen und die ehemalige Bundespräsidentin Doris Leuthard auf einem Gletscher in Grönland. - Keystone

    Neben Steffen kam die Ehre auch den dänischen Glaziologen Niels Reeh und Anker Weidick zuteil.

    Der Gletscher wird zukünftig «Sermeq Konrad Steffen» genannt

    Die Benennung von grönländischen Gletschern nach Personen sei bislang einmalig, schrieb die WSL. Den Namen des ehemaligen WSL-Direktors und Polarforschers erhält ein mariner Endgletscher im Norden Grönlands. Offiziell heisst dieser Gletscher, der das Inlandeis und das Meer verbindet, nun «Sermeq Konrad Steffen.»

    Konrad Steffen kam im Sommer 2020 bei einem Sturz in eine mit Wasser gefüllte Gletscherspalte in Grönland ums Leben. Der Schweizer Forscher wurde 68 Jahre alt. Er wartete dort Wetterstationen bei Ilulissat.

    Dieses Netzwerk von Wetterstationen errichtete Steffen ab 1990. Mit den gesammelten Daten liess sich frühzeitig das beschleunigende Abschmelzen des grönländischen Eisschildes nachweisen.

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