Futter wird knapp: Bund erleichtert Maisimporte wegen Trockenheit

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Bern,

Trockenheit und Hitze drücken die Futtererträge in vielen Regionen. Nun sollen Betriebe leichter Silomais für den Winter beschaffen.

Kuh
Viel zu fressen findet diese Kuh nicht mehr. Wegen der Hitze und Trockenheit müssen Bauern mehr Kühe als geplant schlachten. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bund erleichtert wegen Trockenheit vorübergehend Futtermais-Importe.
  • Vom 15. August bis 31. Oktober entfallen dafür die Grenzabgaben.
  • Betroffen ist frischer oder silierter Mais mit höchstens 60 Prozent TS.

Wegen der anhaltenden Trockenheit und tieferen Futtererträgen erleichtert der Bund vorübergehend den Import von Mais zu Futterzwecken.

Vom 15. August bis 31. Oktober 2026 entfallen die Grenzabgaben für frischen oder silierten Mais mit einem Trockensubstanzgehalt von höchstens 60 Prozent.

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) reagiert damit auf die Folgen der trockenen und heissen Wochen, wie es in der Mitteilung vom Freitag heisst.

Nach guten Bedingungen im Frühjahr hätten sich Trockenheit und hohe Temperaturen in vielen Regionen negativ auf die Heuproduktion und die erwarteten Maiserträge ausgewirkt.

Tierhalter sollen Futterreserven aufbauen

Die Massnahme erfolgt auf Antrag des Schweizer Bauernverbandes. Ziel ist es, Tierhaltungsbetrieben die Beschaffung von Silomais zu erleichtern und ihnen den Aufbau von Reserven für die Winterfütterung zu ermöglichen.

Für die betroffenen Maisimporte werden Zoll und Garantiefondsbeitrag vorübergehend auf null Franken pro 100 Kilogramm brutto gesetzt. Die Regelung gilt für die Zolltarifnummer 2308.0050.

Macht dir die anhaltende Trockenheit Sorgen?

Bereits per 1. August 2026 hatte das Bundesamt für Landwirtschaft die Grenzbelastungen für Heu und Grassilage aufgehoben.

Die Importe müssen weiterhin ordnungsgemäss beim Zoll angemeldet werden. Zudem ist eine Generaleinfuhrbewilligung der Pflichtlagerorganisation réservesuisse erforderlich.

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Kommentare

User #2318 (nicht angemeldet)

Die Bauern sollten sich überlegen, was die SVP gegen den Klima-Wandel neben dem Geläster gegen die Grünen tut.

User #7610 (nicht angemeldet)

In der UKRAINE hat es genügend Futtermais und da sind auch Schweizer-Bauern zu Hause ! Nehmt mit denen KONTAKT auf über das Büro vom Bundesrat Parmelin !!!

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