Für viele Schweizer nehmen Ferien in Frankreich ein abruptes Ende

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Bern,

In beliebten Tourismusdestinationen an der französischen Westküste wüten derzeit heftige Waldbrände. Auch Feriengäste aus der Schweiz blieben nicht verschont: Am Gebiet um Cap-Ferret mussten Dutzende evakuiert werden.

Ferienparadies in Flammen: In Windeseile verbreiten sich die Waldbrände an der französischen Westküste und zwingen zahlreiche Gäste aus der Schweiz, den beliebten Badeort am Cap-Fer...
Ferienparadies in Flammen: In Windeseile verbreiten sich die Waldbrände an der französischen Westküste und zwingen zahlreiche Gäste aus der Schweiz, den beliebten Badeort am Cap-Fer... - KEYSTONE/AP/Caroline Blumberg

Rund 65 Mitglieder des Touring Club Schweiz (TCS) sind von den Waldbränden in der französischen Region Gironde betroffen, wie der Touring Club Schweiz der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Freitag mitteilte.

Die meisten Anrufe, die bei der Einsatzzentrale eingehen, stammen von Reisenden aus dem Gebiet um Cap-Ferret. Seit Beginn der Waldbrände in Frankreich ereilen den TCS regelmässige Hilfsanfragen von Reisenden, die ihren Ferienaufenthalt unterbrechen oder evakuiert werden mussten. Die meisten hätten ihre Sachen vor der Abreise mitnehmen können. Verletzte oder Verstorbene gebe es unter den Betroffenen nicht.

Auch das Aussendepartement (EDA) beobachtet die aktuelle Lage derzeit aufmerksam. Kenntnisse von betroffenen Schweizerinnen und Schweizern liegen dem EDA derzeit aber nicht vor, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte.

Der TCS unterstütze seine Mitglieder bei der Suche nach alternativen Unterkünften, falls diese ihren Aufenthalt fortsetzen möchten. Wenn die Ferien abgebrochen werden, könne er die Kosten für den nicht genutzten Aufenthalt übernehmen. Oft organisierten die Reisenden die Fortsetzung ihrer Ferien an einem anderen Ort aber selbst.

Seit Ausbruch der Waldbrände stellt der Schweizer Reise-Verband (SRV) einen erhöhten Informationsbedarf bei Reisenden fest. Diese seien verunsichert, ausserdem lasse sich eine gewisse Zurückhaltung bei Neubuchungen der unmittelbar betroffenen Gebiete beobachten.

Bei der Ferienplanung spielten Naturereignisse wie Waldbrände, Hitzewellen oder Wasserknappheit heute eine grössere Rolle als noch vor einigen Jahren. Vermehrt werde die Beratung von Reiseexpertinnen und -experten in Anspruch genommen, gab der SRV auf Anfrage Auskunft.

Eine generelle Abkehr von beliebten Ferienländern wie Frankreich, Spanien oder Italien stellte der Verband aber nicht fest.

Laut dem französischen Innenminister waren in diesem Jahr bereits 50'000 Hektar Wald von Bränden betroffen. Wegen der sich ausbreitenden Brände an der Atlantikküste mussten insgesamt rund 63'000 Menschen evakuiert werden. Betroffen waren vor allem Touristinnen und Touristen auf Campingplätzen und in Ferienanlagen in der Region um Bordeaux.

Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen hoher Temperaturen und Wind schwierig. Tausende Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, unterstützt von Löschflugzeugen aus mehreren europäischen Ländern. Als Reaktion rüstet Frankreich nun ein Militärtransportflugzeug zu einem Löschflugzeug um.

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