Frühling 2026 gehört zu den drei wärmsten seit Messbeginn
Der Frühling 2026 ist in der Schweiz als drittwärmster seit Beginn der Aufzeichnungen in die Statistik eingegangen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Frühling neigt sich dem Ende zu.
- Es war der drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.
- Nur die Frühlinge im Jahr 2011 und 2007 waren bisher wärmer.
Der Frühling geht zu Ende, der Sommer kommt. Wobei, eigentlich fühlte sich der Frühling teilweise auch bereits nach Sommer an. Anhaltender Hochdruck sorgte für grosse Trockenheit, viel Sonne und eine Hitzewelle mit neuen Temperaturrekorden im Mai.
Die landesweite Mitteltemperatur von März bis Mai lag 1,6 Grad über dem Wert der Referenzperiode von 1991 bis 2020, wie aus der am Freitag veröffentlichten Frühlingsbilanz des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) hervorgeht.
Wärmer waren nur die Frühlinge 2011 mit einer Abweichung von 1,9 Grad und 2007 mit 1,7 Grad.
Meteorologisch gesehen dauert der Frühling vom 1. März bis zum 31. Mai. Der März lag dabei mit 0,4 Grad nur leicht über der Norm.
Der April hingegen war im landesweiten Mittel der fünftwärmste seit Messbeginn. Die Temperatur lag 2,6 Grad über der Referenzperiode.
Der Mai zeigte sich wechselhaft. Einer kalten Phase in den Tagen um Auffahrt mit Bodenfrost und Neuschnee bis in tiefe Lagen folgte gegen Monatsende eine aussergewöhnlich frühe Hitzewelle.
Insgesamt war es im Mai damit 1,8 Grad wärmer als im Durchschnitt. Die Hitzewelle brachte an vielen Messstandorten neue Tageshöchstwerte für den Mai.
34,8 Grad im Mai – beinahe Rekord
In Biasca TI wurde am 28. Mai mit 34,8 Grad der höchste je im Mai auf der Alpensüdseite gemessene Wert registriert. Er liegt nur 0,3 Grad unter dem nationalen Mai-Rekordwert der Schweiz, der am 25. Mai 2009 in Sitten mit 35,1 Grad Celsius erreicht wurde.
Der Frühling zählte auch zu den trockensten. Die Niederschlagsmengen im Zeitraum von März bis Mai 2026 lagen je nach Region zwischen 40 und 90 Prozent unter der Norm.
Im Osten der Schweiz war es besonders trocken
Besonders trocken war der Frühling in den östlichen Landesteilen. In der Region Graubünden und Engadin war es im Durchschnitt der trockenste Frühling seit 1901.
Das gleiche gilt auch für unser östliches Nachbarland Österreich: In Österreich war der Frühling 2026 der trockenste seit Messbeginn vor 169 Jahren, wie die österreichische Bundesanstalt für Meteorologie Geosphere Austria am Freitag meldete.
Die Niederschlagsmenge lag dort 50 Prozent unter dem Klimamittel der Periode 1991 bis 2020.













