Freiburger Kantonspolizei hat intensives Jahr hinter sich

Keystone-SDA Regional
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Fribourg,

Die Kantonspolizei Freiburg hat am Montag auf ein arbeitsintensives Jahr zurückgeblickt. Zwar nahmen 2025 die Gewalttaten allgemein um 14 Prozent ab, bei den schweren Gewalttaten verzeichnete die Polizei jedoch einen Zuwachs von 46 Prozent.

Die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Freiburg sahen sich 2025 mit deutlich mehr schweren Gewalttaten konfrontiert als im Vorjahr. (Symbolbild)
Die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Freiburg sahen sich 2025 mit deutlich mehr schweren Gewalttaten konfrontiert als im Vorjahr. (Symbolbild) - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Die Kriminalstatistik der Polizei führte im Vergleich zum Vorjahr sechs Prozent mehr Anrufe bei der Einsatz- und Alarmzentrale auf. Straftaten gegen das Strafgesetzbuch nahmen um drei Prozent zu, rund 45 Prozent davon konnte sie aufklären, wie die Polizei in einer Mitteilung schrieb.

Fast zweimal täglich rückte die Polizei im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt aus, was einer leichten Zunahme entsprach. Dazu gehörten etwa die Tötungsdelikte von Epagny und Givisiez, wie es weiter hiess.

Weiter erforderte die Bearbeitung von Straftaten gegen die sexuelle Integrität (36 Prozent mehr als im Vorjahr) – mit einem markanten Anstieg der zur Kenntnis gebrachten Vergewaltigungen (plus 64 Prozent) – viele Ressourcen. Diese Zunahme führt die Polizei auf die neue Sexualstrafrechtsreform zurück, welche am 1. Juli 2024 in Kraft trat.

Auf Trab hielten die Polizei auch Einbruch- und Einschleichdiebstähle, Fahrzeugdiebstähle, Cyberkriminalität und sogenannt falsche Polizisten. Weiter hätten Vermisstmeldungen gegenüber dem Vorjahr um 56 Prozent zugenommen.

Im Strassenverkehr blieb 2025 zwar die Zahl der Unfälle stabil (1079), jedoch kamen 12 Personen ums Leben – vier mehr als 2024. Fälle von Trunkenheit am Steuer (plus 19 Prozent), Fahren unter Betäubungsmitteleinfluss (plus acht Prozent), Fahren ohne Führerausweis (plus 22 Prozent), unter Führerausweisentzug (plus zehn Prozent) nahmen allesamt zu, ebenso Raserdelikte (plus 29 Prozent).

Die konstante Intensität der Interventionen stellt die Polizistinnen und Polizisten auf eine harte Probe, schrieb die Polizei weiter. Sie werde «strategische Entscheidungen» treffen und ihre Dienstleistungen «rigoros priorisieren» müssen.

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Kommentare

User #2102 (nicht angemeldet)

Und die SVP behauptet, dass die Schweiz sicher sei.

User #4301 (nicht angemeldet)

Die Richter lassen die Täter ja wieder laufen. Warum sollte sich etwas bessern?

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