Forschende berechnen den Schatten jedes Baumes in der Schweiz
Eine neue Karte zeigt, wo in der Schweiz die Sonne scheint und wo nicht. Forschende haben den Lichteinfall so präzise berechnet, dass sogar der Schatten jedes einzelnen Baumes erfasst ist.

Die Daten seien eine Grundlage für Forschung zu Schneeschmelze, Klima und Wasserhaushalt, teilte das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF am Dienstag mit.
Besonders für korrekte Schneeschmelzprognosen spielte die Sonneneinstrahlung eine grosse Rolle. Rund ein Drittel der Niederschläge in der Schweiz falle als Schnee. Die Daten helfen somit bei der Hochwasserwarnung oder der Planung für die Wasserkraft.
Für das Modell verwendeten die Forschenden hochaufgelöste Daten des Bundesamts für Landestopographie swisstopo. Eine besondere Herausforderung war es laut den Forschenden, die unterschiedliche Struktur von Baumkronen zu berücksichtigen, etwa bei Laubbäumen, die im Winter ihre Blätter verlieren.
Die Karte bildet die Sonneneinstrahlung für die gesamte Schweiz mit einer Auflösung von zehn Metern ab. Die Daten sind für jede Stunde und jeden Tag über einen ganzen Jahreszyklus verfügbar. Laut Clare Webster von der Forschungsgruppe Schneehydrologie am SLF floss der Datensatz bereits in aktuelle Forschungsergebnisse ein. «Wir konnten damit detaillierte Schneesimulationen für Schweizer Gebirgswälder durchführen», so die Forscherin laut der Mitteilung. Damit sei nachgewiesen worden, wie unterschiedlich der Wald je nach Lage und Wetter die Schneedecke beeinflusse.
Die Daten stehen der Öffentlichkeit auf dem Datenportal Envidat zur Verfügung.
https://www.envidat.ch/#/metadata/swissrad10-hourly-light-availability-maps-at-10-m-resolution-over-switzerland






