Fenaco wächst weiter und schreibt im 2021 Rekorde

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Agrarkonzern Fenaco hat seinen Umsatz 2021 deutlich steigern können. Mit 7,38 Milliarden Franken war es der höchste seit Gründung.

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    An der Delegiertenversammlung vom heutigen Mittwoch wurden Aline Défayes, Franziska Schärer, Beni Knecht und Reto Schaufelberger neu in das Gremium gewählt. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Agrarkonzern Fencao hat 2021 7,38 Milliarden Franken verdient.
    • Das ist der höchste Wert seit Gründung des Unternehmens.
    • Jedoch rechnet die Firma mit einem Rückgang beim Jahr 2022.

    Der von landwirtschaftlichen Genossenschaften getragene Agrarkonzern Fenaco hat im Jahr 2021 den Umsatz und das Betriebsergebnis gesteigert und damit Rekorde gebrochen. Vor allem im Detailhandel in den Volg- und Landi-Läden lief das Geschäft erneut rund.

    Der Nettoerlös von Fenaco nahm um 5,7 Prozent auf 7,38 Milliarden Franken zu. Das sei seit Gründung der höchste je erzielte Wert, teilte der Konzern am Dienstag mit. Das preisbereinigte, organische Wachstum belief sich auf 2,5 Prozent, während Preiseffekte 3,0 Prozent zum Anstieg beisteuerten. Vor allem die Preise für Brenn- und Treibstoffe legten deutlich zu.

    Alle Geschäftsfelder tragen zu Wachstum bei

    Zum Wachstum hätten alle vier Geschäftsfelder - Agrar (+4,0%), Lebensmittelindustrie (+2,8%), Detailhandel (+1,7%) und Energie (+20%) - beigetragen, heisst es weiter. Vor allem der Detailhandel habe die eigenen Erwartungen übertroffen. Viele während der Corona-Pandemie gewonnene Kundinnen und Kunden seien Volg und Landi treu geblieben, so die Mitteilung.

    Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg nach einem markanten Zuwachs im Jahr davor um weitere 1,6 Prozent auf 169,0 Millionen Franken. Auch das ist Rekord. Die Umsatzrendite lag mit 2,3 Prozent den Angaben zufolge klar über dem langjährigen Durchschnitt. Derweil sank das Unternehmensergebnis wegen tieferer ausserordentlicher Erträge um 5,5 Prozent auf 128,0 Millionen Franken.

    Am guten Ergebnis werden die Landi und deren Mitglieder, das sind Bäuerinnen und Bauern, mit 33,0 Millionen Franken beteiligt. Das sind 1,5 Millionen mehr als im Vorjahr.

    Viele Investitionen getätigt

    Zudem investierte Fenaco insgesamt 147,0 Millionen Franken (+2,4 Mio) in neue Technologien und Prozesse, in die Forschung und Start-up-Partnerschaften. Und 10 Millionen wurden einer Stiftung übertragen, die Projekte zum Dialog zwischen Stadt und Land unterstützt.

    Mit Blick nach vorn rechnet Fenaco mit einem anspruchsvollen Jahr 2022, wie es heisst. Während der Nettoerlös die 7-Milliardenmarke erneut übertreffen dürfte, sei beim Ergebnis mit einem deutlichen Rückgang zu rechnen.

    Tiefe Lagerbestände könnten Rückgang bedeuten

    Dafür gibt es mehrere Gründe: So seien die Lagerbestände von Getreide, Früchten, Gemüse und Kartoffeln wegen der wetterbedingt sehr schlechten Ernte 2021 tief. Und im Detailhandel dürften die positiven Corona-Effekte abnehmen. Der Einkaufstourismus dürfte zunehmen. Darüber hinaus rechnet Fenaco aufgrund der Engpässe in den globalen Lieferketten mit steigenden Beschaffungskosten.

    Zusätzliche Unsicherheit gehe vom Krieg in der Ukraine aus, so Fenaco. Die Folge seien rekordhohe Preise für Energie und Rohstoffe. Auch das setze die Margen unter Druck. Dabei geniesse bei Fenaco die Gewährleistung der Warenverfügbarkeit für die Schweizer Landwirtschaft in diesem volatilen Marktumfeld höchste Priorität, heisst es.

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