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    FBI warnt: Spenden an Terrororganisationen nehmen in der Schweiz zu

    Stephan Felder
    Stephan Felder

    Baden,

    Das FBI warnt vor einem weltweiten Finanzierungsnetzwerk des IS. Auch aus der Schweiz soll Geld an einen mutmasslichen Sammler geflossen sein.

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    Das FBI untersucht ein weltweites Finanzierungsnetzwerk des IS. Spenden an Terrororganisationen sind auch aus der Schweiz geflossen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das FBI untersucht ein weltweites Finanzierungsnetzwerk des IS.
    • Ein Aargauer soll 569 Dollar an einen Spendensammler überwiesen haben.
    • Die Bundesanwaltschaft registriert mehr ähnliche Fälle in der Schweiz.

    Das FBI richtet einen dringenden Appell an die Schweiz. Hinweise auf ein weltweites Finanzierungsnetzwerk des «Islamischen Staats» (IS) müssten «genaustens überprüft werden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten».

    Wie SRF unter Berufung auf ein Dokument der amerikanischen Bundespolizei berichtet, führen die Ermittlungen auch in die Schweiz.

    Die Bundesanwaltschaft bestätigt gegenüber dem Sender zudem, dass vergleichbare Fälle hierzulande zunehmen. Ob derzeit weitere Strafverfahren im Zusammenhang mit dem mutmasslichen Netzwerk laufen, gibt sie nicht bekannt.

    Geld fliesst unter dem Deckmantel der Hilfe

    Die mutmassliche Terrorfinanzierung ist für Spender nicht immer als solche erkennbar. In sozialen Medien wird etwa Geld für notleidende Glaubensangehörige oder kranke Kinder gesammelt.

    Solche vermeintlich humanitären Aufrufe werden auch unter IS-Anhängern weiterverbreitet. Ein Teil der Spenden soll schliesslich bei der Terrororganisation landen.

    TikTok
    Der 24-jähriger Mann in Kanada sammelte seine Spenden auch über Tiktok. - Screenshot SRF

    Im Zentrum der FBI-Ermittlungen steht unter anderem ein 24-jähriger Mann in Kanada. Beim mutmasslichen Syrer sollen mehrere Zahlungen von IS-Anhängern eingegangen sein.

    Einige der Geldgeber wurden später wegen mutmasslicher Anschlagspläne festgenommen. Das FBI führt den 24-Jährigen deshalb als «Person of Interest».

    Spur führt zu Aargauer

    Zu den Geldgebern soll auch ein schweizerisch-türkischer Doppelbürger aus dem Kanton Aargau gehören. Gemäss den Recherchen von SRF überwies er zwischen Januar und März 2025 insgesamt 569.01 US-Dollar an den Mann in Kanada. Das sind umgerechnet rund 460 Franken.

    Der 19-Jährige stand am 10. August vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona. Die Bundesanwaltschaft beschuldigte ihn, einen Messeranschlag im Namen des IS vorbereitet zu haben.

    Auch die Geldüberweisungen waren Teil des Verfahrens. Der junge Mann erklärte, er habe sie als humanitäre Spenden verstanden.

    Für die Bundesanwaltschaft handelte es sich hingegen um finanzielle Unterstützung einer Terrororganisation. Das Gericht sprach den Beschuldigten in diesen Punkten teilweise frei.

    Berlin-Attentäter zahlte an denselben Mann

    Brisant ist ein weiterer Geldgeber des mutmasslichen Spendensammlers. Auch jener Islamist, der später in Berlin einen Anschlag verübte, überwies dem Mann in Kanada Geld.

    Am 25. März 2025 schickte er ihm 30 US-Dollar. Vier Monate später fuhr er am Christopher Street Day in Berlin in eine Menschenmenge. Eine Frau starb, 31 weitere Menschen wurden verletzt.

    Sollte die Schweiz mehr für die Terrorbekämpfung unternehmen?

    Nach Recherchen des ARD-Hauptstadtstudios, des SWR und von SRF gibt es keine Hinweise auf weitere Zahlungen an IS-nahe Stellen. Ebenso ist unklar, ob der spätere Attentäter wusste, dass ein Teil des Geldes an den IS fliessen könnte.

    Zwischen ihm und dem Beschuldigten aus dem Aargau besteht laut Bundesanwaltschaft keine direkte Verbindung. Die Zahlungen zeigen nach Einschätzung der Anklage jedoch, wie stark beide in die Welt von IS-Unterstützern eingebunden waren.

    Kommentare

    User #3882 (nicht angemeldet)

    Spendet doch einfach direkt an Menschen in Notsituationen weil ihr menschlich nachvollziehen könnt, dass sie tatsächlich auf Hilfe angewiesen sind und nicht an irgendwelche Tränen Drüse verbreitende Abzocker 90% in Verwaltungskosten oder gar schlimmeres abgezweigt werden

    User #6445 (nicht angemeldet)

    Was ist mit Barbara?

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