Ein serbischer Familienvater wurde wegen des mehrfachen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Er hatte seine Tochter und deren Freundin vergewaltigt.
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Sexueller Missbrauch von Kindern. (Symbolbild) - Patrick Pleul/dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Familienvater stand wegen des mehrfachen sexuellen Missbrauchs vor Gericht.
  • Seine Tochter soll der 50-jährige Serbe fünf Mal vergewaltigt haben.
  • Das Gericht ordnete eine Freiheitsstrafe, eine Geldbusse sowie eine Landesverweisung an.
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Im Zürcher Unterland flüchtete ein 10-jähriges Mädchen mitten in der Nacht aus dem Haus ihrer Freundin. Sie rannte barfuss und panisch nach Hause.

Der Grund für ihre Flucht war damals ein sexueller Übergriff durch den Vater ihrer Freundin. Der Mann musste sich jetzt vor Gericht verantworten. Darüber berichtet die «Neue Zürcher Zeitung».

Nachdem das Mädchen zu Hause angekommen war, erzählte sie ihren Eltern von dem Vorfall. Eine Untersuchung im Kinderspital bestätigte ihre Aussage: Ein DNA-Abstrich zeigte ein unvollständiges Y-DNA-Profil, das später mit dem des beschuldigten Vaters übereinstimmte.

Der Beschuldigte ist ein serbischer Handwerker Mitte 50. Nach seiner Verhaftung kam eine weitere Enthüllungen ans Licht. Seine eigene Tochter gab an, ebenfalls mehrfach von ihm vergewaltigt worden zu sein.

Die Anklage

Die Staatsanwaltschaft I für schwere Gewaltdelikte klagt den Mann wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind, mehrfacher sexueller Nötigung, mehrfacher Vergewaltigung und Inzest an. Laut Anklageschrift legte sich der Beschuldigte in jener Nacht ins Bett zwischen die beiden Mädchen. Dabei verging er sich an dem Gastkind, während seine Tochter schlief.

Ein zweites Dossier wirft dem Beschuldigten vor, seine eigene Tochter an mindestens fünf verschiedenen Daten sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben. Er soll ihr gedroht haben, sie müsse ins Jugendheim, wenn sie jemandem davon erzähle.

Vor Gericht bestreitet der Beschuldigte alle Vorwürfe. Der Mann wurde zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt und für 10 Jahre aus dem Land verwiesen. Seine Tochter erhält 40'000 Franken zugesprochen; das Nachbarsmädchen erhält 10'000 Franken.

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