Koma

    Erwachsener attackierte ihn in Urdorf ZH: Bub (12) aus Koma erwacht

    Rowena Goebel
    Rowena Goebel

    Schlieren,

    Anfang März hat ein Mann im Drogenrausch einen Buben in Urdorf ZH zusammengeschlagen. Er lag mit schweren Verletzungen im Koma – inzwischen ist er aufgewacht.

    Urdorf
    An dieser Strasse hat ein Mann im März einen Buben attackiert und schwer verletzt. - Google Streetview

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Urdorf ZH ist vor einigen Wochen ein Bub von einem Mann zusammengeschlagen worden.
    • Er erlitt mehrere Schädelbrüche und lag nach der Attacke im Koma.
    • Inzwischen ist er aufgewacht, leidet aber immer noch unter «erheblichen Beschwerden».

    Die Tat schockte die Schweiz: Anfang März greift ein Erwachsener in Urdorf ZH im Drogenrausch einen Buben an. Der 12-Jährige ist mit seinem besten Freund unterwegs zum Unihockeytraining, als ihnen ein Mann auffällt. Aus Angst wechseln sie die Strassenseite.

    Doch der Mann, ein 26-jähriger Schweizer, verfolgt sie und greift plötzlich von hinten an. Er hebt den 12-Jährigen hoch und wirft ihn zu Boden – er landet auf dem Kopf. Dann schlägt der Mann weiter auf seinen Kopf ein, wie die Tante des Buben später erzählt. Sie spricht von «purer Gewalt».

    Der Angriff soll sich grundlos abgespielt haben – der Täter befand sich im Drogenrausch. Eine Woche später war bekannt, dass der Bub immer noch im Koma lag. Er erlitt acht Schädelbrüche und auch sein Auge wurde verletzt.

    Bub (12) befindet sich in Reha

    Jetzt ist klar: Der Bub ist inzwischen aus dem Koma aufgewacht. Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage von Nau.ch mitteilt, befindet er sich aktuell in der Reha.

    «Er hat immer noch erhebliche Beschwerden aufgrund der zugefügten Verletzungen. Sein Gesundheitszustand ist aber stabil», sagt Sprecher Erich Wenzinger.

    Gegen den tatverdächtigen 26-Jährigen führe die Staatsanwaltschaft weiterhin ein Strafverfahren. Weitere Angaben zum Gesundheitszustand des Buben oder zur Tat macht sie wegen des Verfahrens und aufgrund des Persönlichkeitsschutzes nicht.

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    Nach der Tat sagte die Tante des Buben, niemand wisse, welche Langzeitschäden er davontragen würde. Damals hiess es, das könnten die Ärztinnen und Ärzte erst nach Wochen oder gar Monaten bestimmen.

    Sie wies auch Gerüchte zurück, wonach ihr Neffe den Täter provoziert haben soll. Er sei ein sehr friedlicher Bub. Doch selbst wenn er frech gewesen wäre – nichts rechtfertigt die extreme Gewalt, mit der auf ihn eingeschlagen wurde.

    In Urdorf ist es vergangenes Wochenende erneut zu einer Gewalttat gekommen: Ein mutmasslicher Teenager hat am Samstagmorgen einen 29-Jährigen attackiert und schwer am Kopf verletzt.

    Ein Anwohner berichtete bei Nau.ch, dass er frühmorgens Schreie gehört habe. «Der schreiende Typ stand nur wenige Meter vor meinem Fenster, stand blutüberströmt auf der Strasse. Sein Kopf, beide Hände und seine helle Jacke waren so rot, dass ich dachte, er verblutet.» Das Opfer liegt im Spital, der Täter, der zwischen 16 und 20 Jahre alt sein soll, ist noch auf der Flucht.

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