Erste Firmen in der Schweiz zahlen für ein Einfrieren von Eizellen

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Bern,

Schweizer Unternehmen übernehmen Kosten für das Einfrieren von Mitarbeiterinnen-Eizellen.

Immer mehr Frauen in der Schweiz lassen ohne medizinischen Grund ihre Eizellen einfrieren.
Immer mehr Frauen in der Schweiz lassen ohne medizinischen Grund ihre Eizellen einfrieren. - sda - KEYSTONE/Michael Buholzer

Erste Firmen übernehmen in der Schweiz die Kosten für das Einfrieren von Eizellen. Seit Anfang Oktober übernimmt beispielsweise das Pharmaunternehmen Merck die Kosten, wenn Mitarbeiterinnen vorsorglich Eizellen einfrieren lassen wollen.

Es sei ein Teil der Lösung für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sagte Florian Schick, Direktor von Merck Schweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Letztlich könne so ein inklusiveres und vielfältigeres Arbeitsumfeld geschaffen werden.

Ethische Bedenklichkeit?

Ethisch sei dies aber nicht unproblematisch, sagte Markus Zimmermann, Vizepräsident der Nationalen Ethikkommission (NEK) im Bereich der Humanmedizin zu Keystone-SDA. «Wir von der Nationalen Ethikkommission sehen das eher skeptisch», so der Ethiker. Er befürchtet, dass so Zwänge entstehen könnten. Ausserdem sei es eine zu grosse Einmischung des Arbeitgebers ins Privatleben.

Immer mehr Frauen in der Schweiz lassen sich laut Fachleuten ihre Eizellen vorsorglich einfrieren. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 10'000 Franken.

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