Wegen dem kalten April und dem nassen Sommer beginnt die Mostobst-Ernte dieses Jahr später. Zudem fällt sie geringer aus.
Der Getränkehersteller Ramseier hat im vergangenen Jahr den Umsatz erhöht und dank dem warmen Sommer deutlich mehr Mostobst verarbeitet. (Archivbild)
Der Getränkehersteller Ramseier hat im vergangenen Jahr den Umsatz erhöht und dank dem warmen Sommer deutlich mehr Mostobst verarbeitet. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/URS FLUEELER

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ernte von Mostobst beginnt dieses Jahr rund zehn Tage später als im Vorjahr.
  • Auch dürfte die Ernte deutlich geringer ausfallen.
  • Grund dafür sind der kalte April und der nasse Sommer.

Der kalte April und der nasse Sommer wirken sich gleich doppelt aus auf den diesjährigen Mostobstjahrgang: Die Ernte beginnt rund zehn Tage später als im Vorjahr und sie dürfte deutlich geringer ausfallen als in den letzten Jahren.

Der Schweizer Obstverband prognostiziert eine Gesamtmostobsternte von rund 55'000 bis 65'000 Tonnen. Der Durchschnitt der letzten vier Jahre lag bei 86'000 Tonnen, wie der Getränkehersteller Ramseier am Donnerstag mitteilte.

Frostschäden an Äpfeln und Birnen

Die tiefen Temperaturen in den Aprilnächten hätten für Frostschäden an den Äpfeln und Birnen gesorgt. Dazu kamen die häufigen und teilweise starken Niederschläge im Sommer, die den Obstkulturen zugesetzt hätten.

Ramseier, das nach eigenen Angaben fast die Hälfte des Schweizer Obsts zu Most verarbeitet, hat in der Mosterei in Oberaach TG am 24. August das erste Obst angenommen. Die Verarbeitung in der Mosterei Sursee LU beginne am 1. September.