Groupe E

    Energieunternehmen Groupe E hat mit Werbung gegen Gesetz verstossen

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Das Bundesamt für Energie (BFE) hat vier Verantwortliche des Westschweizer Energieunternehmens Groupe E gebüsst. Das Unternehmen hat Adressdaten von Kunden benutzt, um Werbung für seinen Online-Shop zu machen. Der Gebäudetechnikverband Suissetec begrüsst den Entscheid.

    groupe e
    Der Schweizer Stromproduzent Group E. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Verfahren beim BFE gehe auf eine Anzeige zurück, welche Suissetec im Februar 2019 eingereicht habe, teilte der Verband am Freitag mit.

    Das Urteil gegen die Mitarbeitenden von Groupe E sei bereits am 18. November 2020 gefällt worden und mittlerweile rechtskräftig.

    Eine Sprecherin von Groupe E bestätigte den Sachverhalt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das Unternehmen habe auf seinen Stromrechnung an Unternehmen und Privatpersonen einen kurzen Hinweis zum neuen Online-Shop des Tochterunternehmens Groupe E plus angebracht. Dort werden Elektrogeräte verkauft.

    Es sei nicht die Absicht gewesen, einen Wettbewerbsvorteil aus den Kundendaten zu erzielen, erklärte die Mediensprecherin. Den beteiligten Mitarbeitenden sei zu keinem Zeitpunkt bewusst gewesen, dass ihr Vorgehen gegen die geltende Rechtsordnung verstossen könnte.

    Die Stromversorger in der Schweiz haben im Bereich der Privatkunden nach wie vor eine Monopolstellung. Darüber hinaus sind sie meist auch auf dem freien Markt in anderen Geschäftsfeldern tätig, unter anderem im Bereich der Gebäudetechnik.

    Das Gesetz verbietet es den Unternehmen, Adressdaten aus dem Monopolbereich für andere Zwecke zu verwenden. Der Verband Suissetec kritisierte bereits mehrfach, dass seine Mitgliedsfirmen im Wettbewerb mit den staatsnahen Stromversorgern nicht über gleich lange Spiesse verfügten.

    Der Verband bezeichnet den Entscheid des BFE deshalb in seiner Mitteilung als «Meilenstein bei der Bekämpfung von Wettbewerbsverzerrungen durch staatsnahe Betriebe». Im Jahr 2019 hat das BFE in einem ähnlich gelagerten Fall bereits Verantwortliche des Elektrizitätswerks des Kantons Schaffhausen (EKS) verurteilt und gebüsst.

    Das Unternehmen Groupe E entstand 2005 aus der Fusion der Freiburgischen Elektrizitätswerke (FEW) mit der Electricité Neuchâteloise SA (ENSA).

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