Eingriffe am System sollen die Gesundheitskosten dämpfen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Eingriffe am System sollen die Kosten für Gesundheitsleistungen dämpfen. Sechs Massnahmen sollen ab 2027 umgesetzt werden. Die Rede ist etwa von mehr ambulanten Behandlungen, Transparenz beim Einkauf und Vergütung von Medizinprodukten und mehr Behandlungen zuhause.

    OP
    Eingriffe am System sollen die Kosten für Gesundheitsleistungen dämpfen. - keystone

    Beschlossen hat die Massnahmen der 2024 von Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider initiierte Runde Tisch Kostendämpfung. Am Montag fand das mittlerweile fünfte Gespräch der Partnerinnen und Partner im Gesundheitswesen statt. Nach zunächst zwölf punktuellen Massnahmen wollen die Teilnehmenden nun beim System ansetzen.

    Sie stützten sich teilweise auf Vorschläge, die die Bevölkerung in einem elektronischen Briefkasten deponiert hatte. Innerhalb von fünf Wochen waren 7400 Eingaben mit 15'000 Vorschlägen eingegangen, wie Baume-Schneider vor den Medien sagte. «Der Briefkasten hatte direkten Einfluss auf die Arbeit des Runden Tisches.»

    Ab 2027 sollen sechs Massnahmen realisiert werden. Zunächst sollen, noch vor der Einführung der einheitlichen Finanzierung von ambulant und stationär (Efas), ambulante Behandlungen gefördert werden. Begleiten sollen die vorangetriebene Verlagerung von stationär zu ambulant befristet angepasste Tarife.

    Die Entlastung von Notfallaufnahmen der Spitäler ist eine nächste Massnahme, eine weitere Versorgungsprogramme für Chronischkranke. Angegangen werden sollen zudem die koordinierte Versorgung mit Arzneimitteln in Alters- und Pflegeheimen sowie die Förderung von Therapien mit zuhause angewendeten Arzneimitteln.

    Bei der Vergütung von Medizinprodukten soll es mehr Transparenz geben. Krankenversicherer hätten heute kaum Möglichkeiten, die von Leistungserbringern verrechneten Preise zu vergleichen, sagte Felix Gutzwiller, Präsident des Krankenversichererverbandes Prioswiss. Es gebe heute ziemlich grotesk anmutende Preisunterschiede.

    Wie viel diese auf längere Frist angelegten Massnahmen einsparen helfen, lässt sich laut den Verantwortlichen nicht beziffern. Künftig sollen die Gespräche stärker auf das Gesundheitssystem fokussieren. Dabei soll nicht mehr jedes Jahr ein Massnahmenpapier vorgelegt werden, der Runde Tisch aber Konsultationsgremium für allfällige kostendämpfende Projekte des Bundesrates sein.

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    Kommentare

    User #1592 (nicht angemeldet)

    Nur noch jene behandeln die die KK-Prämien selbst bezahlt haben.

    User #4736 (nicht angemeldet)

    Gürtel enger schnallen...weiter zahlen

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