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    Einen dieser drei Filme schickt die Schweiz ins Oscar-Rennen

    Keystone-SDA
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    Locarno,

    Das historische Drama «À bras-le-corps», der philosophische Schwarz-Weiss-Film «Cosmos» und der Dok über Überlebende aus Gaza, «Qui vit encore», stehen zur Auswahl für die Schweizer Oscar-Eingabe.

    Die unverheiratete Hauptfigur Emma in Marie-Elsa Sgualdos «À bras-le-corps» wird nach einer Vergewaltigung schwanger und somit enormem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt.
    Die unverheiratete Hauptfigur Emma in Marie-Elsa Sgualdos «À bras-le-corps» wird nach einer Vergewaltigung schwanger und somit enormem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt. - Handout/Outside The Box

    Die drei Filme, alle von Regieführenden aus der Westschweiz, wurden in einer Vorauswahl als möglicher Schweizer Vorschlag für den Ausland-Oscar an den 99. Academy Awards im März 2027 selektioniert. Dies teilte die Promotionsagentur Swiss Films mit.

    Das emanzipatorische Historiendrama «À Bras-Le-Corps» von Marie-Elsa Sgualdo war bereits beim Schweizer Filmpreis siebenfach nominiert und räumte dann in zwei Kategorien ab. Der Film versetzt an die Schweizer Grenzen während des Zweiten Weltkrieges, wo die 15-jährige Emma nach einer Vergewaltigung schwanger wird. Der Film zeichnet ihre Verzweiflung nach, denn sie wird erheblichem sozialen Druck ausgesetzt. Ausserdem hinterfragt der Spielfilm die Rolle der Schweiz bei der Verfolgung der Juden in der Nazizeit.

    Schweizer Aulsand-Oscar-Kandidat könnte auch der spanischsprachige Film «Cosmos» werden. Der Genfer Filmemacher und Fotograf Germinal Roaux, der ausschliesslich die schwarz-weisse Bildsprache nutzt, bringt das Publikum in ein Dorf auf der mittelamerikanischen Halbinsel Yucatán. Dort finden eine Witwe und ein Mann, beide in ihren 60ern, tiefe Verbundenheit.

    Zweistufiges Auswahlverfahren

    Neben diesen fiktionalen Stoffen ist mit «Quit vit encore» auch ein Dokumentarfilm in der Vorauswahl. Der Genfer Regisseur Nicolas Wadimoff lässt darin Überlebende aus Gaza in einem abstrakten Setting erzählen. Der Film wurde im Frühling beim Schweizer Filmpreis als bester Dokumentarfilm nominiert und gewann Anfang dieses Jahres an den Solothurner Filmtagen die höchstdotierte Filmauszeichnung der Schweiz, den Prix de Soleure.

    Die Auswahl für die Schweizer Oscar-Eingabe wird während des Locarno Film Festivals von einer vom Bundesamt für Kultur ernannten Jury in zwei Schritten getroffen. Kommende Woche entscheidet die Jury, welchen der drei Filme die Schweiz für eine Nominierung in der Oscar-Kategorie «International Feature Film» vorschlagen wird.

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