Der Stromkonzern Axpo erhält vom Bundesrat einen Notfall-Kredit in Höhe von bis zu 4 Milliarden Franken. Die Eigentümervertreter zeigen sich erleichtert.
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Der Bundesrat gewährt dem Energieversorger Axpo einen Kreditrahmen von bis zu 4 Milliarden Franken. - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bundesrat gewährt Axpo einen Kredit von bis zu 4 Milliarden Franken.
  • So sollen bei dem Stromkonzern Liquiditätsprobleme verhindert werden.
  • Die Eigentümervertreter begrüssen den Kreditrahmen.

Die Eigentümervertreter des Stromkonzerns Axpo zeigen sich erleichtert über den aktivierten Rettungsschirm. Dass die Möglichkeit bestehe, vorsorglich einen Kreditrahmen zu beantragen, sei zu begrüssen. Noch habe die Axpo keine Hilfe in Anspruch genommen.

Der Bundesrat hat für Axpo eine nachrangige Kreditlinie von bis zu 4 Milliarden Franken gesprochen. Er will damit verhindern, dass die Axpo angesichts der Verwerfungen in den Energiemärkten Liquiditätsprobleme bekommt.

Die Verwerfungen an den Strommärkten seien einmalig, hiess es in der Mitteilung der Axpo-Eigentümer, also der Kantone Zürich, Aargau, Schaffhausen, Glarus und Zug sowie der EKZ, AEW, EKT und SAK vom Dienstag. Die zu hinterlegenden Sicherheiten an der Börse brächten die Stromproduzenten in ganz Europa in grosse Bedrängnis.

Jedes Risiko einer Kettenreaktion mit hohen finanziellen und wirtschaftlichen Schäden müsse vermieden werden. Die Axpo sei für die sichere Stromversorgung in der Schweiz systemrelevant. Schon im Mai hatten die Axpo-Eigentümer nach eigenen Angaben in Aussicht gestellt, bis auf weiteres auf die Ausschüttung von Dividenden zu verzichten.

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