In Merenschwand und im deutschen Frankfurt wurden die verteilten Leichen eines deutschen Ehepaares gefunden. Die Polizei der beiden Länder ermittelt.
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De deutsche Polizei ermittelt. - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Ehepaar aus dem Aargau wurde tot aufgefunden.
  • Die Frau hatte einige Wochen als vermisst gegolten.
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Die Suche nach einer 44-jährigen Frau aus Muri im Kanton Aargau hat ein trauriges Ende genommen. Die Frau, die seit Mitte April als verschollen galt, wurde am Sonntag leblos in Frankfurt gefunden. Nur drei Tage später entdeckten Beamte ihren toten Ehemann nahe der Zürcher Kantonsgrenze, berichtet der «Tagesanzeiger».

Die besorgten Familienmitglieder hatten sie am 12. April als vermisst gemeldet und Medien um Hilfe gebeten. «Die Zeit drängt», äusserte sich ein Sohn der Vermissten gegenüber der «Aargauer Zeitung». «Wir sind sehr besorgt und wissen nicht, was ihr zugestossen ist».

Die Frau kubanischer Herkunft wurde zuletzt gegen 21.40 Uhr in Muri gesehen. Sie war auf dem Weg zu ihren beiden Söhnen, die in Baden-Württemberg nahe Mannheim leben.

Ermittlungen führen über Landesgrenzen hinweg

Erste Untersuchungen ergaben Hinweise darauf, dass sie am Nachmittag des 13. Aprils mit einem weissen BMW 320 bei Rheinfelden über die Grenze nach Deutschland fuhr.

Zwei Tage vor ihrem Fund hatte die Aargauer Kantonspolizei einen Zeugenaufruf gestartet. Zu diesem Zeitpunkt war die verheiratete Frau jedoch bereits seit mehreren Tagen tot. Ihr Leichnam wurde rund 400 Kilometer von ihrem letzten Wohnort entfernt gefunden: Im Fluss Main nahe der Europabrücke in Frankfurt, wie das Polizeipräsidium Frankfurt bestätigte.

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Die Polizei Frankfurt ermittelt. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa - dpa-infocom GmbH

Die deutsche Forensik konnte nach Untersuchungen bestätigen, dass es sich bei der Toten um die vermisste Frau aus Muri handelte. Die genaue Todesursache ist noch Gegenstand laufender Ermittlungen der Frankfurter Mordkommission.

Das Schicksal des Ehemanns

Nur drei Tage nach dem Fund der Frau entdeckten Beamte den Leichnam ihres Ehemannes in einem Einfamilienhaus in Merenschwand. Bis vor kurzem lebte auch seine Frau dort, wie sie auf einem sozialen Netzwerk angegeben hatte.

Es ist unklar, wann genau der Mann über den Tod seiner Frau informiert wurde. Auch ist nicht ersichtlich, ob es Anzeichen dafür gab, dass man sich Sorgen um ihn machen musste. Beide waren deutsche Staatsbürger.

Die Staatsanwaltschaft Aargau teilte mit: «Aufgrund erster Erkenntnisse kann ein Zusammenhang zwischen den beiden Todesfällen nicht ausgeschlossen werden.» Die Hintergründe zu diesen tragischen Ereignissen sollen nun «in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden aus Deutschland» geklärt werden.

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