In den Städten Bern, Lausanne und Basel läuft in diesen Tagen ein einjähriges Pilotprojekt für Mikro-Gütertransporte an, genannt «Smargo». Für Grosseinkäufe, sperrige Transporte oder fürs Gewerbe stehen kleine Elektrotransporfahrzeuge zur stundenweisen Miete zur Verfügung.
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Die Stadt Bern - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit dem Angebot wollen die Initiatoren ein stadtverträgliches, alternatives Zustellkonzept testen.

Treiber hinter der Idee sei der zunehmende Online-Handel und neue Delivery-Geschäftsmodelle, die vor allem in den Städten den Güterverkehr ansteigen liessen, schreiben die Macher von «Smargo» in einer Mitteilung vom Donnerstag.

«Die Ver- und Entsorgung sowie die weitere Entwicklung der Stadt Bern ist auf einen leistungsfähigen Wirtschafts- und Güterverkehr angewiesen. Dies soll aber nicht zu Lasten der Umwelt geschehen, weshalb wir diese Verkehrsströme in nachhaltigere Bahnen lenken müssen. Vielversprechende Ansätze sind hier das Teilen von Fahrzeugen und der Umstieg auf Elektromobilität», sagte der Stadtberner Gemeinderat Reto Nause laut Mitteilung der Stadt Bern zum Projektstart.

Hinter «Smargo- Shared Micro Cargo» stehen die Pilotstädte, die TCS-Mobilitätsakademie und weitere Partner. Das Bundesamt für Energie unterstützt das Projekt über das Programm EnergieSchweiz.

Das System funktioniert wie bei den bereits an vielen Orten gängigen Fahrzeug-Sharingmodellen. Über die App «Carvelo2go» können die Fahrzeuge ab Anfang Juni gebucht werden.

Verrechnet werden eine Grund- und eine Stundengebühr. Zur Flotte gehören in den Pilotstädten ein elektrischer Kleinlieferwagen, ein Elektro-Cargoscooter und - ausser in Lausanne - eine Elektro-Transportrikscha.

Die Fahrzeuge eignen sich zum Transport von Gütern über kürzere Distanzen und sollen gleichermassen von Haushalten und Betrieben genutzt werden.

www.smargo.ch

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