Doppelvorstellungen und grosse Namen am Tanzfestival Steps
Im März wird während fast vier Wochen in der ganzen Schweiz getanzt.

Tanzproduktionen aus der Schweiz und acht weiteren Ländern gehen am Migros-Kulturprozent-Tanzfestival Steps hierzulande auf Tournee.
Die Ensembles Bern Ballett und St. Gallen Dance Company spannen zusammen und stehen mit dem Doppelabend «Twi/light» auf dem Programm von Steps. Dass zwei Schweizer Ballettcompagnien für eine Produktion gemeinsame Sache machen, ist eine Premiere.
Sie führen die Choreografien «Night Shining Clouds» von Marioenrico D’Angelo und «Vanishing Point von Rachel Anaïs Scott auf, die eigens für die Ensembles kreiert wurden. Beide Werke waren bereits im jeweiligen Theaterhaus – Bühnen Bern und Konzert und Theater St. Gallen – zu sehen. Mit dem Doppelprogramm touren sie nun durch die Schweiz.
Das Festival findet in der ganzen Schweiz statt, in der Stadt und auf dem Land, nicht nur in den grossen Zentren, sondern in allen Regionen, wie die Verantwortlichen am Donnerstag mitteilten. Der Vorverkauf laufe gut, sagte die Steps-Mediensprecherin Nani Khakshouri der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Und weiter: »Wir schaffen es wieder auf das Niveau von vor der Corona-Pandemie. Es zeigt, dass das Publikum die Lust auf Kulturveranstaltungen wiedergefunden hat.«
Pulsierender Sound
Es sind grosse Namen aus der internationalen Tanzszene auf dem Programm des zeitgenössischen Festivals auszumachen. Dazu gehört etwa die israelische Choreografin Sharon Eyal, deren unverkennbarer Stil mit Gaga verbunden ist – einer Bewegungssprache, die scheinbar minimalistisch und dennoch extrem ist. Eyal kreiert oft zu pulsierender Musik organische Gruppenbilder auf der Bühne.
Die GöteborgsOperans Danskompani aus Schweden tanzt ihre Choreografie »ima« zu treibendem, elektronischem Sound. Auch hier ist es ein Doppelabend: Das Ensemble führt auch »Spirit Willing« vom international tätigen Duo Tiffany Tregarthen und David Raymond auf.
Am Tanzfestival gehen die Produktionen aus unterschiedlichen Perspektiven den Fragen unserer Zeit nach, wie es in der Mitteilung des Festivals heisst. Dazu gehören etwa der Umgang mit dem Alter (»Bances like a Bomb«) oder soziale Spannungen (»Le Grand Bal«). Erleben kann man die verschiedenen Tanzvorstellungen vom 5. bis 29. März.






