Kommenden Oktober wird die Schweizer Regisseurin Heidi Specogna («Cahier Africain») in Berlin mit dem Konrad-Wolf-Preis ausgezeichnet.
Heidi Specogna
Dok-Filmregisseurin Heidi Specogna wird mit dem Konrad-Wolf-Preis ausgezeichnet. (Archiv) - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Dok-Filmregisseurin Heidi Specogna wird den Konrad-Wolf-Preis erhalten.
  • Die Auszeichnung soll im Oktober in Berlin übergeben werden.

Die Schweizer Dokumentarfilmregisseurin Heidi Specogna erhält in diesem Jahr den Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung soll am 20. Oktober in Berlin übergeben werden, wie die Akademie am Montag mitteilte.

Die Jury würdigte in ihrer Begründung Specognas Beharrungsvermögen. Es ermögliche ihr, «in ganz ausserordentlicher Weise die persönliche Geschichte ihrer Protagonisten vor dem politischen Hintergrund ihrer Länder aufzufächern».

Heidi Specogna verstehe es besonders, die Schicksale der Frauen zu beleuchten. Frauen, die von Kindheit an massenhaft Opfer oder Zeugen von Kriegsgräuel und Vergewaltigungen geworden seien.

Specogna drehte 1991 den Film «Tania La Guerrillera» über Tamara Bunke, eine Weggefährtin Che Guevaras. Zuletzt verlagerte sie ihre Aufmerksamkeit auf Afrika, etwa mit «Das Schiff des Torjägers» (2010) oder «Carte Blanche» (2011). Und vor allem «Cahier Africain» (2016), für den sie mit dem Schweizer Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis Lola ausgezeichnet wurde.

Zwei Mal Schweizer Filmpreis für Heidi Specogna

Den Schweizer Filmpreis erhielt sie bereits zum zweiten Mal, nach 2007 für «Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez». Für diesen Film erhielt sie 2008 auch den Adolf-Grimme-Preis.

Heidi Specogna wurde 1959 in Biel geboren und lebt heute in Berlin. Sie hat die Journalistenschule in Zürich besucht und anschliessend für verschiedene deutschschweizerische Medien gearbeitet. Nach ihrem Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin wurde sie Dozentin für Dokumentarfilm an der Filmakademie Ludwigsburg.

Der Konrad-Wolf-Preis ist benannt nach dem Filmregisseur und langjährigen Präsidenten der Akademie der Künste der DDR. Mit dem Preis werden jedes Jahr herausragende künstlerische Leistungen in darstellender Kunst oder Film- und Medienkunst ausgezeichnet. Preisträger sind unter anderem die Kulturzeitschrift Lettre International (2018) oder die ungarische Regisseurin Márta Mészáros (2017). Der Filmemacher Christoph Schlingensief war 2015 fünf Jahre nach seinem Tod geehrt worden.

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