Digitale Plattform soll Lücke in der Suizidprävention schliessen

Keystone-SDA
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Bern,

Mehr als die Hälfte aller Betroffenen erhält nach einem Suizidversuch keine fachliche Betreuung. Auf diese Versorgungslücke weist Gesundheitsförderung Schweiz zum Welttag der Suizidprävention vom Donnerstag hin.

Mann Fenster depressiv Psyche
Mehr als die Hälfte aller Betroffenen erhält nach einem Suizidversuch keine fachliche Betreuung. (Symbolbild) - Depositphotos

In der Schweiz nehmen sich laut Bundesamt für Statistik (BFS) etwa drei Menschen täglich das Leben. Damit liegt die Suizidrate in der Schweiz über dem internationalen Durchschnitt. Der 2016 lancierte Aktionsplan zur Suizidprävention will die Rate bis 2030 um ein Viertel senken. Anlässlich des Welttages zur Suizidprävention am Donnerstag wies die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz auf Lücken im Versorgungsangebot hin.

«Wirksame Angebote zur Suizidprävention sind vorhanden», zitiert die Stiftung ihren Direktor Thomas Mattig. Entscheidend sei, diese besser zu vernetzen und langfristig in den Versorgungsstrukturen zu verankern.

Mit der «Swiss Suicide Prevention Toolbox» (SuiT) wird seit Anfang des Jahres ein national koordiniertes Angebot aufgebaut. Kernstück ist eine digitale Plattform mit einem KI-gestützten Chatbot. Die Plattform bündelt bewährte Interventionen und Instrumente.

Das Angebot richtet sich an Betroffene, Angehörige und Fachpersonen. Es soll einen niederschwelligen Zugang zu Therapien, Selbstmanagement-Instrumenten oder Weiterbildungen schaffen.

Gemäss den Angaben des BFS zum Jahr 2024 starben damals 996 Menschen durch Suizid. Männer seien rund dreimal häufiger betroffen als Frauen.

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Kommentare

User #6445 (nicht angemeldet)

Viele Menschen wollen auch nicht wissen , wenn es einem nicht gut geht ! Seit nicht so oberflächlich und hört einander zu . Das könnte Leben retten…

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