Detailhandel im ersten Halbjahr trotz Corona mit einem Plus
Der Schweizer Detailhandel hat das erste Halbjahr trotz der Corona-Krise insgesamt mit einem klaren Plus abgeschlossen.

Das Wichtigste in Kürze
- Trotz der Corona-Krise hat der Schweizer Detailhandel mit einem klaren Plus abgeschlossen.
- Sogar einige Nonfood-Bereiche haben stark aufgeholt.
Trotz der Corona-Krise konnte der Schweizer Detailhandel das erste Halbjahr insgesamt mit einem klaren Plus abschliessen. Besonders die positive Entwicklung der Lebensmittel- und «Nearfood»-Märkte habe geholfen, wie es im GfK Markt Monitor Schweiz vom Mittwoch heisst.
Insgesamt verzeichnete der Schweizer Detailhandel im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein klares Plus von 5,5 Prozent.
Auch Nonfood-Bereiche holten auf
Sogar einige Nonfood-Bereiche hätten so stark aufgeholt, dass sie das erste Semester positiv abschlossen. Unterm Strich war in diesem Segment aber durch die nachhaltige Beeinflussung des Corona-Virus ein Minus von 5,2 Prozent zu verkraften. Im ersten Quartal lag das Minus durch die Schliessung der Geschäfte gar noch bei 8,6 Prozent.

Der grosse Gewinner im Nonfood-Bereich ist die Heimelektronik. Geräte wie beispielsweise Notebooks, Spielkonsolen aber auch Gefrierschränke und Haarschneidemaschinen hätten sich besonderer Beliebtheit erfreut. Positiv aufgefallen seien aber auch Grillgeräte, Gartenbaumaterialien oder beispielsweise Swimmingpools.
E-Bikes legten deutlich zu
Im Freizeitbereich legten E-Bikes und der gesamte Radsport sowie Sportschuhe und Fitnesskleingeräte deutlich zu. Damit konnten die Verluste der Vormonate bereits stark aufgeholt werden, heisst es weiter.
Ebenfalls markante Zuwächse habe es im Bereich Wohnungseinrichtungen bei den Gartenmöbeln gegeben. Kleider- und Modegeschäfte derweil hätten zwar von der Wiedereröffnung profitiert, das Vorjahresniveau aber noch nicht erreicht. Schliesslich sei zu beobachten, dass der verstärkte Online-Trend auch weiterhin – trotz der Geschäftsöffnungen – anhalte.