Klimawandel

    Der Schweizer Wald muss sich dem Klimawandel anpassen

    Keystone-SDA
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    Val-de-Travers,

    Der Schweizer Wald muss sich an den Klimawandel anpassen, wenn er seine Funktionen weiterhin erfüllen will, warnt das BAFU.

    In diesem Wald im jurassischen Coeuve hat der Klimawandel Spuren hinterlassen.
    In diesem Wald im jurassischen Coeuve hat der Klimawandel Spuren hinterlassen. - sda - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

    Das Wichtigste in Kürze

    • Schweizer Wald muss sich an den Klimawandel anpassen.
    • Die Art von Wäldern, die wir kennen, wird es bald nicht mehr geben.

    Der Schweizer Wald muss sich an den Klimawandel anpassen, wenn er seine Funktionen weiterhin erfüllen will. Zu diesem Schluss kam das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Donnerstag an einer Medienkonferenz im jurassischen Coeuve.

    «Die Art von Wäldern, die wir kennen, wird es bald nicht mehr geben. Der Klimawandel ist an vielen Orten sichtbar«, sagte BAFU-Direktorin Katrin Schneeberger. »Die Fichte, das Symbol des Jurabogens, dürfte zum grossen Teil aus dem Mittelland verschwinden, weil es dort zu warm ist«.

    Wald
    Ein Waldstück am Chasseral im Jura (Archivbild). - Keystone

    Trockenheit, Hitzewellen, Stürme und Spätfrost

    In den letzten Jahren haben Trockenheit, Hitzewellen, Stürme und Spätfrost die Bäume in den Schweizer Wäldern geschwächt. Sie sind anfälliger für Krankheiten und Insektenschädlinge, wie das BAFU festhielt. Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen sei unerlässlich, um diesen Prozess zu begleiten und ein anpassungsfähiges Ökosystem zu erhalten.

    Wald
    Die Wälder können die aktuelle Trockenheit noch gut verkraften. Die Trockenheit des vergangenen Jahres und der Borkenkäfer haben aber vielen Bäumen zugesetzt. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

    Für die BAFU-Direktorin übersteigt das Tempo des Klimawandels die natürliche Anpassungsfähigkeit des Ökosystems Wald. «Es liegt an uns Menschen, einzugreifen und ihm bei der Anpassung zu helfen», bekräftigte Schneeberger.

    Die Kantone haben in Zusammenarbeit mit dem Bund drei Handlungsfelder ausgemacht, wie Stefan Müller, Regierungspräsident von Appenzell Innerrhoden, ausführte. Es gehe darum, eine tragfähige Waldverjüngung zu ermöglichen. Die Stabilität der klimasensiblen Baumarten zu erhalten und die Sicherheit der Waldnutzer zu gewährleisten.

    Wälder für wärmeres und trockeneres Klima

    Die Herausforderung besteht nun darin, den Übergang zu Wäldern zu bewältigen, die an ein wärmeres und trockeneres Klima angepasst sind. «Dieser Übergang ist nur durch eine moderne Waldbewirtschaftung, forstwirtschaftliche Massnahmen und das Engagement der Waldbesitzer und Fachleute möglich», sagte Eray.

    Die Wälder im Jura, insbesondere in der Ajoie, leiden unter dem Klimawandel. Die Häufung von Extremereignissen hatte im Kanton dramatische Folgen, als 2019 hunderte Hektar Buchenwald abstarben. Die jurassische Regierung rief damals den Zustand einer kantonalen Waldkatastrophe aus.

    Die staatlichen Stellen mussten zudem beschädigte Wälder wieder aufforsten.

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