Der Impfstoff des Biotech-Konzerns Curevac floppt in Studien. Jetzt wurde das Zulassungsgesuch für die Schweiz zurückgezogen.
Curevac
Das Logo von Curevac vor einem Gebäude des Unternehmens. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die deutsche Firma Curevac zieht das Zulassungsgesuch für ihren Covid-Impfstoff zurück.
  • Grund: Bei Studien erzielte der Impfstoff keine guten Ergebnisse.

De deutsche Biotechfirma Curevac hat bei ihrem Covid-19-Impfstoff die Reissleine gezogen. Nut hat sie auch ihr Zulassungsgesuch in der Schweiz zurückgezogen. Bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) erfolgte dieser Schritt schon früher. Der Impfstoffkandidat der ersten Generation hatte in Studien gefloppt.

Wie das schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic am Dienstag mitteilte, traf das Rückzugsschreiben von Curevac am Montag ein.

Das Unternehmen gab vor Wochenfrist bekannt, es könne seinen Impfstoff nicht mehr bis zur Marktreife entwickeln. Curevac konzentriere sich nun auf einen Impfstoff der zweiten Generation. An diesem arbeitet Curevac zusammen mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline.

Schweiz hatte fünf Millionen Dosen bestellt

Das Zulassungsgesuch für den mRNA-Impfstoff in der Schweiz hatte Curevac im April eingereicht. Mit dem Rückzug scheidet das Mittel aus der rollenden Begutachtung durch die Zulassungsbehörde Swissmedic aus. Die Schweiz hatte fünf Millionen Dosen davon bestellt. In der Schlussanalyse kam das Präparat bloss auf einen Wirkungsgrad von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung.

Astrazeneca
Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca. - AFP/Archiv

Noch Astrazeneca und Novavax sind im Rennen

Im Rennen um eine Zulassung in der Schweiz sind damit noch der Impfstoff von Astrazeneca und jener von Novavax. Das Präparat des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca ist ein mRNA-Impfstoff mit einem Wirkungsgrad von 76 Prozent. Die Schweiz hat 5,3 Millionen Dosen davon bestellt.

Novavax Coronavirus
Der Corona-Impfstoffkandidat von Novavax. - AFP/Archiv

NVX-CoV2373 von Novavax hat eine Wirksamkeit von 90,4 Prozent. Die Schweiz hat sich davon sechs Millionen Dosen gesichert. Das Präparat ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff noch ein Vektor-Impfstoff.

Es enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen.

In der Schweiz bereits zugelassen sind die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. So auch der Vektor-Impfstoff von Janssen, einem Unternehmen des US-Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson.

Mehr zum Thema:

Johnson & Johnson Swissmedic Pfizer