Im «Corona-Talk» vom Donnerstagabend hatte Roger Schawinski den Chef der Impfkommission, Christoph Berger, zu Gast. Dieser bricht das Interview vorzeitig ab!
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Roger Schawinski im Studio von Radio 1. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Moderator Roger Schwainski führte am Donnerstagabend ein Interview mit Christoph Berger.
  • Der wöchentliche «Corona-Talk» endet in einer hitzigen Diskussion.
  • Als es dem Mediziner zu bunt wird, bricht er das Interview vorzeitig ab.

Am Donnerstagabend kam es wieder zu einer hitzigen Corona-Debatte im «Corona-Talk» auf Radio 1. Der Sendergründer Roger Schawinski hatte den Chef der Nationalen Impfkommission, Christoph Berger, eingeladen. Nach einem ruhigen Start geraten sich die beiden zunehmend an die Haare, sodass Berger beschliesst, das Interview vorzeitig zu beenden.

Doch von vorne: Schawinski hatte Berger angerufen, um ihn zu der Booster-Kampagne zu befragen. Dabei liess der Moderator sich es nicht nehmen, den Behörden vorzuwerfen, dass dabei getrödelt wird. Der Kinderarzt verteidigte die Regierung: Es sei richtig gewesen, zuerst die Älteren und die Risikogruppe zu impfen.

Schawinski rückt Berger in Bedrängnis

Als die Diskussion sich zur Impfung der Kinder, Bergers Spezialgebiet, verlagerte, wurde die Debatte schnell angespannter. Schawinski hakte auch da wieder nach. Im Gegensatz zu den USA habe die Schweiz wieder viel zu langsam reagiert. Der Mediziner rechtfertigte sich mit der Begründung, dass die Pandemie nicht einfach «weggeimpft» werden kann.

Coronavirus
Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen EKIF, spricht während einem Point de Presse zum Coronavirus am 1. Dezember 2020. - Keystone

Schawinski erklärte zwar, er verstünde, dass Berger unter Druck stehe. Doch der Moderator doppelt nochmals nach bezüglich der schleppenden Impfkampagne der Schweiz. Nach mehrmaligem Wiederholen seines Standpunktes wurde es dem Mediziner zu mühsam – und legte den Hörer auf: «So diskutiere ich nicht weiter! Ade!»

Schawinski zog ein Fazit des Gesprächs. Für ihn sei die Tatsache, dass Berger keine Verantwortung übernehmen wolle «schwach». So nannte der Moderator ihn abschliessend auch eine «Fehlbesetzung» als Chef der Eidgenössischen Impfkommission.

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