In Zürich haben am Dienstagabend auf der Rathausbrücke mehrere Dutzend Personen gegen die Corona-Politik in China demonstriert.
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Rund 80 Menschen gedachten in Zürich den Opfern von Urumqi und kritisierten die Regierung. - Nau.ch
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Zürich ist es am Dienstagabend zu einer kleineren Protestaktion gekommen.
  • Rund 80 Personen demonstrierten unter anderem gegen die Corona-Politik in China.
  • Sie brachten weisse Seiten und zündeten Kerzen an.

In Zürich ist es am Dienstag zu einer kleineren Demonstration gegen die Corona-Politik in China gekommen. Zwischen 70 und 100 Personen versammelten sich ab 18 Uhr bei der Rathausbrücke und zündeten Kerzen in Gedenken an die Brandopfer von Urumqi an.

Viele Teilnehmer trugen zudem die bereits aus China bekannten weissen Papiere. Sie symbolisieren den stillen Widerstand, weil sich die Bevölkerung wegen der Regierung nicht offen äussern kann.

Bei einem Wohnungsbrand in der nordwestchinesischen Stadt Urumqi sind mindestens zehn Menschen getötet und weitere neun verletzt worden. Etliche Chinesen kritisierten in sozialen Netzwerken, dass die rigiden Covid-Massnahmen beim Wohnungsbrand die Rettung erschwert hätten.

Es kam deswegen im ganzen Land zu Demonstrationen, wie sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurden.

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