Bündner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Car-Chauffeur
Am vergangenen Donnerstag ist im Engadin ein Reisecar verunglückt. Nun wurde gegen den Chauffeur ein Strafverfahren eröffnet.

Das Wichtigste in Kürze
- Am vergangenen Donnerstag ist im Engadin ein Reisecar verunglückt.
- Nun hat die Staatsanwaltschaft Graubünden ein Verfahren gegen den Chauffeur eröffnet.
- Die Vorwürfe: mehrfache fahrlässige Tötung und mehrfache fahrlässige Körperverletzung.
Ein Reisecar verunglückte am vergangenen Donnerstag im Engadin. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. 40 weitere Personen wurden verletzt.
Am Steuer sass ein Niederländer. Er selbst kam mit leichten Verletzungen davon. Die Staatsanwaltschaft Graubünden hat nun ein Verfahren gegen den Chauffeur eröffnet, wie «Blick» auf Anfrage erfuhr.

Die Vorwürfe sind schwerwiegend: mehrfache fahrlässige Tötung und mehrfache fahrlässige Körperverletzung.
Die Kantonspolizei kündigt Ermittlungen an
Dass es zu einem solchen Verfahren kommt, war bereits am Wochenende abzusehen. Die Kantonspolizei Graubünden hatte gegenüber der Zeitung angekündigt, wie in solchen Fällen vorgegangen wird.
«Beteiligte Fahrzeuglenkende werden dabei meist als beschuldigte Person geführt, um deren Strafbarkeit abzuklären», erklärte die Polizei. Bei einem Unfall dieser Schwere seien umfassende polizeiliche und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen die Regel.
Das Verfahren läuft auf Hochtouren
Die Staatsanwaltschaft ist die Behörde, die in der Schweiz strafrechtliche Verfahren leitet. Sie klärt ab, ob jemand eine Straftat begangen hat. Erst nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet sie, ob Anklage erhoben wird.
Wie lange das Verfahren dauert, ist unklar. Solche Untersuchungen können Monate oder sogar Jahre in Anspruch nehmen. Es gilt die Unschuldsvermutung.








