Bundesrat

    Bundesrat will Zulassung zum Zivildienst erschweren

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Simon Ulrich

    Bern,

    Der Bundesrat will, dass weniger Armeeangehörige in den Zivildienst wechseln. Eine Reform soll die Zulassung erschweren und die Einsatzzeiten verlängern.

    Zivildienstleistende  Zivildienst
    Zivildienstleistende arbeiten an der Sanierung einer Trockenmauer. (Archivbild) - sda

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bundesrat will den Zugang zum Zivildienst erschweren.
    • Ziel ist es, die Zahl der Zivildienstleistenden auf 4000 pro Jahr zu senken.
    • 2023 entschieden sich 6754 Wehrpflichtige für den Zivildienst.

    Der Bundesrat will die Zulassung zum Zivildienst erschweren. Ziel ist eine Senkung auf 4000 Zivildienstleistende pro Jahr. Mit sechs Massnahmen will er so der Verfassungsvorgabe entsprechen, dass es keine Wahlfreiheit zwischen Militär- und Zivildienst gibt.

    Die Landesregierung hat am Mittwoch die Botschaft ans eidgenössische Parlament verabschiedet. Grund für die Änderung des Zivildienstgesetzes ist die hohe Zahl der Zulassungen zum zivilen Ersatzdienst. 2023 leisteten 6754 Wehrpflichtige Zivildienst, 2019 waren es 6088, wie der Bundesrat mitteilte.

    Besonders Wechsel aus Armee nach Rekrutenschule sollen erschwert werden

    Besonders die Anzahl der Gesuche von Armeeangehörigen mit bestandener Rekrutenschule, Fachspezialisten und Kadern ist demnach problematisch.

    Deshalb verschärft die Vorlage die Anforderungen für Gesuchsteller, welche bereits einen beträchtlichen Teil des Militärdiensts absolviert haben. Sie müssen mindestens 150 Tage Zivildienst leisten. Der Faktor 1,5 Zivildiensttage für einen Militärtag soll auch für Kader gelten.

    Kommentare

    User #6132 (nicht angemeldet)

    Es ist langsam Zeit, dass der Zivieldienst-Schoggi-Job, statt regulärer Militärdienst, die Schraube angezogen wird. Ich hatte viele Zivieldienstleistende, meistens in einem "Schoggi-Job" gesehen, Beispiel bei Kinderbetreuung, oder Schulbegleitung, wo diese mit den Kindern in einer träumerischen Welt die Kindern belustigt haben. Klar es gibt und gab auch harte Arbeitseinsätze, wo ich nichts dagegen habe. Aber für Träumereien bin ich nicht bereit, Steuern zu zahlen. Zahlende Bürgerin

    User #3452 (nicht angemeldet)

    Armee abschaffen, dann löst sich dieses Problem von alleine...!

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