Bundesgericht

    Bundesgericht berät über Beschwerde zu Berner Polizeigesetz

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Das Bundesgericht berät an diesem Mittwoch über eine Beschwerde der Demokratischen Juristinnen und Juristen Bern gegen das teilrevidierte Polizeigesetz des Kantons. Der Verein kritisiert unter anderem die automatische Fahrzeugfahndung. Das Gesetz ist bereits in Kraft.

    Kantonspolizei Bern
    Ein Fahrzeug der Kantonspolizei Bern. - keystone

    Die Organisation bemängelt darüber hinaus die revidierten Bestimmungen zu Körperkameras sowie die mögliche Anordnung von Videoüberwachungen entgegen dem Willen der Gemeinden. Diese Regelungen würden gegen zahlreiche Grundrechte verstossen und seien daher verfassungswidrig.

    Im Zusammenhang mit dem Erfassen von Fahrzeugkennzeichen kritisieren die Beschwerdeführer die Aufbewahrungsdauer von bis zu 60 Tagen als übertrieben lang. Sie befürchten, dass eine Grundlage für eine systematische Überwachung geschaffen werde.

    Die Regierung hielt hingegen fest, es würden hohe Anforderungen an die Auswertung der Daten gestellt. Sie verwies auch auf die vorgesehenen Auskunftsrechte und die unabhängige Kontrollinstanz, die die Rechte der Registrierten sichere.

    Der bernische Grosse Rat hatte die Teilrevision des Polizeigesetzes im November 2023 mit grosser Mehrheit verabschiedet, wobei Bestimmungen wie die Aufbewahrungsdauer umstritten waren.

    Die Beschwerde reichte der Verein der Juristinnen und Juristen zusammen mit linken Parteien und Organisationen wie grundrechte.ch und humanrights.ch ein. Ein Gesuch um aufschiebende Wirkung wies das Bundesgericht ab. So trat das Gesetz am 1. August 2024 in Kraft.

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    Kommentare

    User #9916 (nicht angemeldet)

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