Bund erteilt Baubewilligung für Tram nach Ostermundigen

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    Bern,

    Grünes Licht fürs Tram von Bern nach Ostermundigen: Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Baubewilligung für die Neubaustrecke erteilt. Sie ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da eine 30-tägige Beschwerdefrist läuft.

    Noch immer fahren Busse nach Ostermundigen. In Zukunft sollen es Trams sein. (Archivbild)
    Noch immer fahren Busse nach Ostermundigen. In Zukunft sollen es Trams sein. (Archivbild) - Keystone/ALESSANDRO DELLA VALLE

    Das teilte die TBO AG am Montag mit, ein Zusammenschluss von Bernmobil, der Stadt Bern und der Gemeinde Ostermundigen. Die Bewilligung für die gut 4,4 Kilometer lange Neubaustrecke vom Berner Viktoriaplatz bis ins Oberfeld in Ostermundigen sei ein Meilenstein, hiess es in der Medienmitteilung.

    Die Stimmberechtigten von Ostermundigen, Bern und dem Kanton haben das Projekt in den Jahren 2016 bis 2018 gutgeheissen. Das Baubewilligungsverfahren zog sich wegen der Komplexität des Projekts und Einsprachen in die Länge.

    Nun erwarten die drei Partner einen zügigen Bau der neuen Tramlinie, wie sie betonten. Schliesslich gebe es einen klaren Auftrag der Bevölkerung. Sollte es Beschwerden gegen die Baubewilligung geben, wäre als nächste Instanz das Bundesverwaltungsgericht am Zug.

    Mehr Platz im Tram

    Das neue Tram ersetzt die heute stark genutzte Buslinie, die jährlich von über 8,5 Millionen Fahrgästen genutzt wird. Das Tram soll deutlich mehr Sitz- und Stehplätze sowie höheren Fahrkomfort bieten.

    Die 45 Meter langen Haltestellen sollen barrierefrei gestaltet werden, um allen Passagieren ein stufenloses Ein- und Aussteigen zu ermöglichen. Zudem soll der Fahrplan stabiler werden.

    Strassenraum wird neu gestaltet

    Die Gemeinde Ostermundigen erhofft sich durch das Tram auch einen positiven Einfluss auf ihre Entwicklung. Der Bahnhof Ostermundigen soll als Umsteigeknoten zwischen Bahn, Bus und Tram aufgewertet werden; bis 2040 wird dort ein Zuwachs der Umsteigenden um zwei Drittel erwartet.

    Im Rahmen des Bauprojekts wird zudem der Strassenraum entlang der Neubaustrecke neu gestaltet. Fussübergänge bei allen Kreiseln und Haltestellen sollen für mehr Sicherheit sorgen. Velofahrende sollen von fast durchgängigen Velostreifen in beide Richtungen profitieren.

    Initiative für Bus statt Tram

    Einen anderen Plan verfolgt die Ostermundiger Gemeindeinitiative «Bus 10 – Macht vorwärts mit dem ÖV». Die Unterschriftensammlung läuft noch bis 21. Februar 2027.

    Gefordert wird eine rasche Umstellung der Buslinie 10 auf Doppelgelenk-Elektrobusse. Das geplante Tramprojekt sei zu teuer und langwierig, kritisieren die Initianten. Doppelgelenk-Busse stellten eine schnellere, günstigere und flexiblere Lösung dar.

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