Buckelwal Timmy lebte Tage nach Freilassung noch
Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, sagt an einer Medienkonferenz, dass der Buckelwal nach seiner Freilassung noch einige Tage lebte.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Buckelwal Timmy lebte nach seiner Freilassung noch einige Tage.
- Darüber informiert Umweltminister Till Backhaus am Freitagmorgen in einer Pressekonferenz.
- Er gab die Auswertung der Tracker-Daten des Buckelwals Timmy bekannt.
Am Freitag hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus die Auswertung der Tracker-Daten des Buckelwals Timmy veröffentlicht. Laut «Bild» lagen mehr als 90.000 Datenpunkte vor. Die Pressekonferenz sorgte für grossen Medienandrang.
Der Tracker war kurz vor Timmys Freilassung am 2. Mai installiert worden. Mit dem Gerät sollte die Position des Wals nach dem Aussetzen verfolgt werden.
Die Auswertung der Tracker-Daten gibt Aufschluss darüber, wohin sich Timmy nach seiner Freilassung bewegte und wann er starb.

Laut den Daten hat sich der Wal nach seiner Freilassung vor der dänischen Küste noch rund 215 Kilometer weit bewegt. Das Gerät lieferte Daten vom 2. bis zum 7. Mai.
Minister Backhaus erklärte dazu: «Anhand der Daten ist davon auszugehen, dass Timmy zwischen dem 6. und 7. Mai gelebt hat.» Danach sei das Signal abgerissen, der Wal sei dann wohl untergegangen.
Die Bewegungsdaten zeigen ausserdem, dass Timmy nach der Freilassung noch mehrere Tage geschwommen und getaucht ist. Weitere Daten seien laut Backhaus noch nicht vollständig ausgewertet.
Backhaus widerspricht Vorwürfen zur Freilassung
Der Minister nutzte die Konferenz auch, um sich gegen Kritik zu wehren. «Die Trackerdaten beantworten nicht alle Fragen. Sie zeigen, dass der Wal nicht unmittelbar nach der Freilassung gestorben ist», sagte Backhaus.
Die Daten stimmten mit den Ergebnissen der Obduktion überein. Bei der Untersuchung des Tierkörpers seien keine schweren äusseren oder inneren Verletzungen festgestellt worden.
Backhaus dankte bei der Konferenz sowohl der Wal-Initiative als auch den dänischen Behörden für die Zusammenarbeit.












